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"Demo-Mode" - Drei choreografische Uraufführungen im Oldenburgischen Staatstheater

Uraufführung: Fr 9. Januar 2026, 20:00 Uhr, Kleines Haus

28.12.2025
Kategorien: Ballett, Deutschland, News

Im Demo-Mode kann man die technischen Fähigkeiten von Geräten ausprobieren, ohne sie wirklich zu benutzen. Die Idee der Demokratie fand erstmals Erwähnung bei Herodot um ca. 430 v. Chr., nachdem diese Staatsform bereits einige Jahrzehnte praktiziert worden war. Wer dann per Definition zum »regierenden Volk« zugeordnet wird, war und ist historisch veränderlich. Die neuen Werke des Ballettabends beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten zum Thema Demokratie.

© Oldenburgisches Staatstheater

Wir können uns so glücklich schätzen: sprechen zu können, ohne zu flüstern, wählen zu können, ohne Angst, zu debattieren, ohne uns zu verstecken, herauszufordern – einfach wir selbst zu sein. In seiner neuen Arbeit beleuchtet der französische Gastchoreograf Guillaume Hulot, wie fragil die Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind und dass unser Wertekanon nur funktioniert, wenn wir ihn immer wieder mit Leben füllen.

Bei den 16. Internationalen Tanztagen im Mai 2025 gab es erstmals eine Plattform für »Junge Choreograf:innen«. Das Publikum hat sein Lieblingsstück gewählt und die Gewinnerin Nicol Omezzolli kreiert mit »Vincula Invisibilia Fracta« ein Stück, das sich mit der Befreiung aus häufig zunächst gar nicht bemerkter Einflussnahme und Manipulation z. B. durch Marken, Mode und Meinungen beschäftigt.  

Die australische Gastchoreografin Alice Topp hinterfragt, welchen Einfluss Algorithmen auf die Demokratie haben. Durch den stetigen Anstieg der Reichweite von Sozialen Medien mit ständiger Werbung und damit einhergehender Einflussnahme auf politische Ausrichtungen können Algorithmen durch die Speicherung persönlicher Daten und Klicks der User:innen Trends steuern. Ist das die Zukunft unserer politischen Meinungsbildung?

Besetzung

SO FRAGIL
Choreografie, Bühne und Kostüme: Guillaume Hulot
Musik: Michelle Gurevich / Ø & Noto / Wolfgang Amadeus Mozart
Licht: Sofie Thyssen / Guillaume Hulot
Ballettmeisterin: Keiko Oishi 

Mit: Lester René González Álvarez / Davide Cesari, Martina Di Giulio / Youjung Jung, Garance Vignes, Diego Urdangarin, Fran Kovačić
Jacqueline Back, Davide Cesari /Lester René González Álvarez, Sungji Cho, Tâmara Dornelas, Youjung Jung / Martina Di Giulio, Yida Mu, Nicol Omezzolli

VINCULA INVISIBILIA FRACTA
Choreografie und Kostüme: Nicol Omezzolli
Bühne: Georgios Kolios / Nicol Omezzolli
Musik: Alva Noto, Ryuichi Sakamoto / Ludovico Enaudi, Mogwai / Ludovico Enaudi, Mercan Dede, Dekter Crowe
Licht: Sofie Thyssen / Nicol Omezzolli
Ballettmeister:in:Antoine Jully / Keiko Oishi  / Carolina Fransisco Sorg

Mit: Jacqueline Back, Youjung Jung, Davide Cesari, Fran Kovačić, Diego Urdangarin

ALGORITHMUS
Choreografie, Bühne und Kostüme: Alice Topp
Musik: Radiohead
Bühne und Lichtdesign: Sofie Thyssen / Alice Topp
Ballettmeisterin: Carolina Fransisco Sorg

Mit: Jacqueline Back, Tâmara Dornelas, Martina Di Giulio, Garance Vignes, Lester René González Álvarez, Sungji Cho, Diego Urdangarin

Dramaturgie: Telse Hahmann
BallettCompagnie Oldenburg

Termine

Fr 9.1. 20:00 Uhr Derzeit ausverkauft

So 11.1. 15:30 Uhr 

So 18.1. 20:00 Uhr

Di 3.2. 20:00 Uhr

So 8.2. 18:30 Uhr

Mi 25.2. 20:00 Uhr

Mi 4.3. 20:00 Uhr

Sa 7.3. 20:00 Uhr

Sa 4.4. 20:00 Uhr

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
Mi 13.5. 20:00 UhrKarten

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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