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"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

31.08.2013

Premiere 07.09.2013, 20.30 Uhr. -----

Petra von Kant, geschiedene Ehefrau, Mutter und erfolgreiche Modeschöpferin, lernt die schöne 23-jährige Karin Thimm kennen und verfällt ihr hoffnungslos. Eine Karriere als Model, Unterstützung, Geld – sie verspricht Karin alles und ruiniert sich für die junge Frau.

Ihre Hingabe wird Petra zum Verhängnis, als sich Karins Liebe als Berechnung entpuppt und Karin zurück zu ihrem Ehemann flieht. Verzweifelt bricht Petra zusammen, verstößt Mutter, Tochter, beste Freundin und erliegt der Depression. Doch in Petras Rücken leidet stumm noch eine weitere Liebende, ihre Dienstbotin Marlene, die ihr über alle Demütigungen hinweg ergeben ist.

In dem 1971 entstandenen Stück mit sechs großen Frauenrollen seziert Fassbinder die Dynamik von Liebe und Begehren und enthüllt die in jeder Beziehung verborgenen Macht- und Unterdrückungsstrukturen: wer mehr liebt, verliert. Zugleich spiegelte er autobiographisch in der erfolgreichen, herrischen, egomanen und doch aufrichtig liebenden Petra seine eigene Situation und in den unentwegt Nähe einfordernden Figuren von Mutter, Freundin, Tochter und der in Liebe leidenden Marlene sein unmittelbares Umfeld.

Mit dem Melodram und Kammerspiel »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« setzt Patrick Wengenroth seine Beschäftigung mit Fassbinder fort. An der Schaubühne hat er zuletzt mit »Angst essen Deutschland auf« eine Inszenierung zur Premiere gebracht, in der sich Interviewtexte von Fassbinder zu einem Panorama der emotionalen Verfasstheit Deutschlands verbinden.

Realisation Patrick Wengenroth

Bühne Mascha Mazur

Kostüme Andy Besuch

Musik Matze Kloppe

Licht Erich Schneider

Mit Iris Becher, Jule Böwe, Lucy Wirth, Regine Zimmermann, Patrick Wengenroth, u.a.

Musiker Matze Kloppe

Termine

09.09.2013, 20.30 Uhr

11.09.2013, 20.30 Uhr

01.10.2013, 20.00 Uhr

02.10.2013, 20.00 Uhr

21.10.2013, 20.00 Uhr

22.10.2013, 20.30 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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