Simone und Erik halten sich für die Avantgarde. Sie arbeitet erfolgreich als Ingenieurin eines innovativen Unternehmens, er ist Übersetzer und betreut die beiden gemeinsamen Kinder. Sie sind gebildete Großstädter_innen und wollen ihre Beziehung nicht von klassischen Rollenvorstellungen definieren lassen. Bei der Rückkehr von einer Geschäftsreise bringt sie ihm erschöpft ein Geschenk mit. Erik will es partout nicht annehmen, Simone wirft ihm vor, jede Überraschung zu zerstören. Aus dieser beiläufigen Irritation entsteht zwischen den beiden ein Streit über den Preis des gemeinsamen Glücks. Was wäre, wenn sie auf ihn zu Hause warten müsste – und er auf Dienstreisen ginge? Was, wenn die Arbeit in Job und Familie andersrum verteilt wäre? Wäre das egal? Ein plötzlicher Tod und ein unerwartetes Karriereangebot werfen alle Verabredungen über den Haufen und stellen mitten in der Nacht die Ideale des Paars auf eine harte Probe.
In seinem neuen Stück »Egal« folgt Marius von Mayenburg der Frage, wie ernst wir es tatsächlich meinen mit der Gleichberechtigung, und welchen Preis wir privat für gesellschaftliches Versagen zahlen.
Das Stück wird in der temporären Spielstätte Ku’damm 156 gezeigt. Die Bühne ist hier erstmals vor der Glasfront zum Ku’damm hin platziert und bezieht die Stadt unwillkürlich mit ins Geschehen ein.
Mit: Marie Burchard, Stefan Stern
Regie: Marius von Mayenburg
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Marc Freitag
Musik: Nils Ostendorf
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Erich Schneider
Weitere Termine
17. Januar, 19:30 Uhr
19. Januar, 20:30 Uhr
29.–31. Januar, 19:30 Uhr
5. Februar, 19:30 Uhr
12. Februar, 20 Uhr
13. Februar, 20:30 Uhr
19.–21. Februar 2025, 19:30 Uhr

