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DER FREISCHÜTZ – ALPTRAUM FÜR DEUTSCHLAND - Romantische Oper von Carl Maria von Weber - Theater Bonn

PRemiere Sonntag, 3. Mai 2026 | 18 Uhr | Opernhaus

Max darf nicht danebenschießen, alles hängt an einem Schuss: seine Hochzeit mit Agathe, seine berufliche Zukunft. Doch der beste Schütze trifft nicht mehr. Schuld sind in seinen Augen »finstere Mächte«. Rettung versprechen sein Rivale Kaspar – und Samiel. »Freikugeln« sollen alle Probleme mit einem Schlag lösen ...

© Bettina Stöß

DER FREISCHÜTZ wurde 1821 in Berlin uraufgeführt. Nach dem fulminanten Erfolg von FIDELIO und MAHAGONNY bringt Regisseur Volker Lösch die romantische Oper jetzt in einer aktuellen Bearbeitung auf die Bühne.

Die Bonner Inszenierung des FREISCHÜTZ zeigt einen politischen Alptraum, der heute Wirklichkeit zu werden droht: den aufhaltsamen Aufstieg einer rechtsextremen Partei in einer »Gesellschaft der Angst«. Alles läuft nach Samiels Plan – das Ziel: Machtübernahme und Zerstörung der liberalen Demokratie. Schauplatz dieses »Alptraums für Deutschland« ist der verlassene Bonner Bundestag, das Herz der Demokratie als lost place.

DER FREISCHÜTZ kann helfen, die Beweggründe für aktuellen Rechtsruck unserer Gesellschaft gedanklich und emotional zu verstehen. Die Oper ist der Ort, wo man von Angst, dem Verlust von Lebensorientierung und dem Bedürfnis nach Anerkennung in der rechten und in der bürgerlichen Lebenswelt durch Musik erzählen kann. Der Bonner FREISCHÜTZ ist ein »Kraftwerk der Gefühle« gegen Rechts.

Musikalische Leitung: Lothar Koenigs | Regie: Volker Lösch | Bühne: Carola Reuther | Kostüme: Cary Gayler | Video: Robi Voigt | Licht: Max Karbe | Dramaturgie: Stefan Schnabel | Choreinstudierung: André Kellinghaus

Mit: Kai Kluge, Alyona Rostovskaya, Tobias Schabel, Nicole Wacker, Johannes Mertes, Martin Tzonev, Pavel Kudinov / Christopher Jähnig, Ralf Rachbauer, Birte Schrein u.a. | Chor und Extrachor des Theater Bonn | Beethoven Orchester Bonn

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