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„DER BARBIER VON SEVILLA“ von Gioacchino Rossini in der Volksoper Wien

22.04.2008
Kategorien: Österreich, News

PREMIERE: DIENSTAG, 29. APRIL 2008, 19:00 UHR

Gleich mehrere Preise hätte sich Gioacchino Rossini für seine 1816 uraufgeführte komische Oper verdient.

Einen Preis für Schnelligkeit: "... innerhalb von acht Tagen schrieb ich den ersten, in weiteren zwölf Tagen den zweiten Akt" (und die heute so bekannte Ouvertüre hatte der Komponist kurzerhand einer seiner älteren Seria-Opern entlehnt). Einen für Mut: So getraute er sich, dem großen Maestro Païsiello Konkurrenz zu machen, dessen "Barbiere di Siviglia" ein unangefochtener Publikumsfavorit war. Wohl aus diesem Grunde gab Rossini seinem Werk einen neuen Titel, "L'inutile precauzione". "Die Vorsicht" war auf lange Sicht wirklich "unnötig", denn dieses Feuerwerk schwungvoller, witziger und charakteristischer Musiknummern sollte bald als Inbegriff der italienischen Opera buffa gelten.

Bei der Uraufführung im Teatro Argentina fiel das römische Publikum allerdings "wie wilde Tiere" über die Oper und ihren Komponisten her. Bald jedoch wurde der wahre Wert des "Barbiere" erkannt, wie Rossini stolz vermerkte: "Almavivas Serenade tönt hier nachts in allen Straßen, Figaros große Arie 'Largo al Factotum' ist das Paradestück aller Bassisten und Rosinas Cavatine 'Una voce poco fa' das Abendlied, mit dem hier jede Schöne zu Bett geht, um morgens mit den Worten 'Lindoro mio sarà' zu erwachen." Nach seinem Aufsehen erregenden Debüt mit dem Evangelimann erarbeitet Josef Ernst Köpplinger mit dem "Barbier" seine zweite Volksopernpremiere.

Fast drei Jahrzehnte ist es her, dass die Krone der italienischen Buffo-Oper zum letzten Mal an der Volksoper neuproduziert wurde.

Regie Josef Ernst Köpplinger

Ausstattung Heidrun Schmelzer

Dirigent Karel Mark Chichon

Rosina Daniela Fally

Berta Sulie Girardi

Graf Almaviva Ferdinand von Bothmer

Doktor Bartolo Lars Woldt

Basilio Sorin Coliban

Figaro Miljenko Turk

Ambrosio Robert Hollmann

Ein Offizier Raimund-Maria Natiesta

Notar Michael Weber

Weitere Vorstellungen am 2., 9. Mai 2008, 12., 15., 18., 23. Juni 2008

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