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Bayerisches Staatsschauspiel München | "3 Ringe – kein Lessing"

06.03.2010
Kategorien: Literatur, Deutschland, News

am 10.3., 12.4. und 3.5. im Marstall

Debatten um religiöse Toleranz und Integration – oder auch um entschiedene Abgrenzungen – sind in aller Munde. Doch in der Eile der Tagesaktualität verliert sich der Blick auf die Anfänge.

Dass jüdische und christliche Offenbarung einen gemeinsamen Ursprung haben, ist bekannt, doch auch der Koran enthält eine Reihe von Überlieferungen, die uns erstaunlich vertraut sind, und so wird schnell klar, dass heutige Diskussionen nur die Fortsetzung einer Jahrtausende alten Geschichte von Gemeinsamkeiten und Feindschaften sind. Viele Erzählungen im Alten und Neuen Testament sind denen im Koran nah verwandt. Aber wie legt man sie aus? Wie unterschiedlich ist ihre Bedeutung für die jeweilige Religion? Und dazu kommt die ewige und bis heute mit viel Blut bezahlte Frage: Wer hat ein Anrecht auf das Land, in dem sich noch immer Juden, Christen und Moslems so scheinbar unversöhnlich gegenüber stehen? Die Heiligen Bücher der drei Weltreligionen sind religiöse Offenbarungen, doch ihr Anspruch ist auch historisch und nicht zuletzt literarisch.

Der Münchner Historiker Michael Wolffsohn, streitbarer Kenner der Schriften, hat für den Marstall eine Reihe von drei Abenden zusammengestellt, die nach den Wurzeln suchen und überraschende Erkenntnisse versprechen. Die Lesungen aus Bibel und Koran verdeutlichen die literarische Schönheit und Wucht sowie die existenzielle Tiefe dieser Weltliteratur.

3 Ringe – kein Lessing

Judentum, Christentum, Islam: Texte und Kommentare

10. März 2010 1. Abend: Schöpfer und Schöpfung – Ein Gott als Dreiheit?

mit Lisa Wagner und Michael Wolffsohn

12. April 2010 2. Abend: Von Engeln, Männern, Jungfrauen und Altfrauen

mit Ulrich Beseler und Michael Wolffsohn

3. Mai 2010 3. Abend: »Abrahamiten« oder Wem gehört das Heilige Land?

mit Beatrix Doderer und Michael Wolffsohn

In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung.

Beginn 20.00 Uhr

Karten 9 €, Schüler- und Studentenkarten 6 €

Karten gibt es an den Kassen der Staatstheater, online oder unter 089 2185 1940

Vorverkauf einen Monat im Voraus

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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