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August Strindberg, DER VATER, Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 02. November 2012 ┃ 20.00 Uhr ┃ Kammerspiele. -----

Ein Ehemann und Vater wird innerhalb eines Tages aus sicher geglaubten Familienverhältnissen hinauskatapultiert, er erleidet einen Nervenzusammenbruch, wird für unmündig erklärt, bekommt eine Zwangsjacke übergezogen und stirbt kurz darauf.

Der Grund für den rasanten Niedergang ist ein von seiner Ehefrau Laura geschickt geschürter Zweifel, ob er tatsächlich der Vater ihrer Tochter sei. Laura entpuppt sich als eine perfekte Strategin und als eine instinktiv handelnde Frau, die ihre Interessen gegen ihren Mann durchzusetzen versteht.

Auch über 120 Jahre nach der Uraufführung scheinen die freigelegten Mechanismen in diesen Szenen einer Ehe überraschend zeitlos. Jedoch müssen sich Strindbergs radikale Rollenbilder von Mann und Frau in all ihrer Unversöhnlichkeit einer Neubefragung unterziehen. Peter Wallgrams Inszenierung versucht, Strindbergs schweren psychologischen Überbau außer Acht zu lassen, um zu einer spielerischen melodramatischen Erzählstruktur vorzustoßen. Das Bühnenbild, gestaltet von Isabell Ziegler, verwandelt den bürgerlichen Salon des 19. Jahrhunderts in einen farbenfrohen, surreal anmutenden Kunstraum, der viele Spielangebote bereithält.

Regie Peter Wallgram

Bühnenbild Isabell Ziegler

Kostüme Kristopher Kempf

Dramaturgie Roland Marzinowski

Mit:

Der Rittmeister Rainer Appel

Laura, seine Frau Edith Abels

Bertha, deren Tochter Anna Sjöström

Doktor Östermark Boris Wagner a. G.

Der Pastor Max De Nil

Die Amme Franziska Kleinert a. G.

Nöjd Issaka Zoungrana

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