Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Anton Tschechow, "Drei Schwestern", Burgtheater WienAnton Tschechow, "Drei Schwestern", Burgtheater WienAnton Tschechow, "Drei...

Anton Tschechow, "Drei Schwestern", Burgtheater Wien

Premiere 24. März 2016, 19.30, im Burgtheater. -----

Nach dem Tod ihres Vaters wollen die drei Schwestern sofort nach Moskau zurück. Und doch setzen sie sich in der provinziellen Garnisonsstadt fest. Olga ist unglücklich als Lehrerin, Mascha hat zu früh geheiratet, und Irina sehnt sich nach der großen Liebe.

 

Ein Jahr später ist alles schlimmer geworden: Irina hat zwei Verehrer, die sie beide verschmäht, Mascha hat eine Affäre begonnen, und Olga hat sich mit Natascha, der Frau ihres Bruders, zerstritten …

 

„Der Mensch soll arbeiten, arbeiten bis er umfällt, egal wer er ist, und nur darin besteht der Sinn und das Ziel seines Lebens, sein Glück und seine Hingabe. Am schönsten ist es, ein Arbeiter zu sein, der im Morgengrauen aufsteht und auf der Straße Steine klopft, oder ein Schäfer oder ein Lehrer, der Kinder unterrichtet, oder ein Lokführer ... Mein Gott, oder gar kein Mensch, sondern ein Ochse, oder ein Pferd, aber arbeiten!“

 

Sie suchen ihr Glück in der Arbeit, in der Liebe, in der Vergangenheit und der Zukunft. Aber fündig werden sie nicht. Und die Suche hilft nicht, die Gegenwart zu ertragen. So leiden sie und sehnen sich nach Moskau – der Stadt der Kindheit und der Träume, die alle Hoffnungen in sich vereint. Als die Soldaten die Garnison verlassen, schwindet die Hoffnung auf einen Neubeginn gänzlich.

 

Anton Tschechows 1901 in Moskau uraufgeführtes Stück schildert eine Gesellschaft des Stillstands, der Sinnlosigkeit und der eigenen Überflüssigkeit. Und beschreibt zugleich die zeitlose Sehnsucht des Menschen nach einem sinnvollen, erfüllten Leben.

 

Regie David Bösch

Bühne Harald B. Thor

Kostüme Meentje Nielsen

Musik Karsten Riedel/ Bernhard Moshammer

Licht Friedrich Rom

Dramaturgie Eva-Maria Voigtländer

 

Mit Philipp Hauß (Andrej Sergejewitsch Prosorow), Stefanie Dvorak (Natalja Iwanowna, seine Braut), Katharina Lorenz (Olga, seine Schwester) , Marie-Luise Stockinger (Irina, seine Schwester), Aenne Schwarz (Mascha, seine Schwester), Dietmar König (Kulygin, Fjedor Iljitsch, Gymnasiallehrer, Maschas Mann), Fabian Krüger (Werschinin, Alexander Ignatjewitsch, Kommandeur der Artilleriegarnison), Michael Masula (Soljony, Wassilij Wassiljewitsch, Hauptmann im Stab), Martin Vischer (Tusenbach, Nikolaj Ljowitsch, Baron, Leutnant), Falk Rockstroh (Tschebutykin, Iwan Romanowitsch, Militärarzt), Peter Matic (Ferapont, Bote der Kreisverwaltung), Elisabeth Augustin (Anfissa, Njanja)

 

Sonntag, 27.03.2016 | 15.00 UhrBurgtheater

Dienstag, 29.03.2016 | 19.30 UhrBurgtheater

 

April

Montag, 11.04.2016 | 20.00 UhrBurgtheater

Montag, 18.04.2016 | 19.30 UhrBurgtheater

Samstag, 23.04.2016 | 19.30 UhrBurgtheater

Freitag, 29.04.2016 | 19.30 UhrBurgtheater

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

MIT RASANTEM SCHMISS -- Monrepos Open Air - Abschlusskonzert der Ludwigsburger Schlossfestspiele

Diesmal war nun endlich die lang erwartete mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra zu Gast bei den Schlossfestspielen. Zunächst musizierte das exzellente Orchester des Goethe-Gymnasiums…

Von: ALEXANDER WALTHER

IM BAUCH DES RITTERS -- "Falstaff" von Giuseppe Verdi in der Blauen Halle - Mainfrankentheater Würzburg

In der einfallsreichen Inszenierung von Magdalena Fuchsberger (Bühnenbild und Kostüme: Monika Biegler, Video: Aron Kitzig) befindet sich die Handlung im Bauch des alternden Ritters Falstaff, der von…

Von: ALEXANDER WALTHER

LEIDENSCHAFTLICHE AUSBRÜCHE -- SWR Symphonieorchester mit Eva Ollikainen in der Liederhalle Stuttgart

Das "Märchenpoem" von Sofia Gubaidulina war eine echte Überraschung. Denn die finnische Dirigentin Eva Ollikainen arbeitete mit dem SWR Symphonieorchester die elektrisierend-durchsichtige Klangfläche…

Von: ALEXANDER WALTHER

WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN -- Galeriekonzert der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie in der Staatsgalerie STUTTGART

Unter dem Motto "Wanderer" fand diesmal das Galeriekonzert mit dem begnadeten Bass-Bariton Jochen Kupfer statt, der einfühlsam von Marcelo Amaral am Flügel begleitet wurde. Die Lieder von Franz…

Von: ALEXANDER WALTHER

DEM VOLKSTÜMLICHEN VERBUNDEN -- Zweiter Teil des Tschaikowsky-Zyklus' mit dem Staatsorchester Stuttgart in der Liederhalle/STUTTGART

Das Staatsorchester Stuttgart musizierte unter der elektrisierenden Leitung von Cornelius Meister im zweiten Teil des Tschaikowsky-Zyklus zunächst die selten zu hörende Sinfonie Nr. 2 in c-Moll aus…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑