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Anhaltisches Theater Dessau: "Cosi fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 25.06.11, 19.00, Großes Haus. -----

Können Frauen treu sein? Don Alfonso, ein Philosoph, behauptet Nein. Die beiden Offiziere Fernando und Guglielmo meinen Ja und lassen auf ihre beiden Bräute Dorabella und Fiordiligi in dieser Hinsicht nichts kommen.

Schließlich wettet Alfonso mit den beiden, dass es ihm gelingen würde, sie von der Richtigkeit seiner Theorie zu überzeugen.

Unter der Regie des Philosophen und mit tätiger Mithilfe des Kammermädchens Despina entwickelt sich folgende Versuchsanordnung: Die Offiziere verabschieden sich zunächst von ihren Bräuten, weil sie angeblich in den Krieg ziehen müssen. Dann kehren sie unkenntlich verkleidet zurück und stellen die Treue ihrer Angebeteten auf die Probe, und zwar jeder die Verlobte des anderen. Beide Frauen werden irgendwann schwach, und nach nicht einmal 24 Stunden kann Alfonso triumphieren. Er hat es schon immer gewusst: »So machen’s alle« – »così fan tutte«! Doch ganz so einfach lassen sich die Ereignisse dieses tollen Tages nicht resümieren. Er war vielmehr, wie der zweite Titel der Oper besagt, »La scola degli amanti« – »Die Schule der Liebenden« – beiderlei Geschlechts.

Mozarts dritte Oper auf einen Text Lorenzo da Pontes gelangte 1790 in Wien zur erfolgreichen Uraufführung, konnte sich aber nicht wie »Le nozze di Figaro« und »Don Giovanni« im Repertoire durchsetzen. Insbesondere das 19. Jahrhundert tat sich schwer mit dem »leichtfertigen« und »frivolen« Stoff und empfand das Libretto als »unglaubhaft«, »geistlos« und »impertinent«. Abenteuerliche Bearbeitungen verkannten die feine Doppelbödigkeit dieser »Seelenkomödie« und degradierten sie zum possenhaften Singspiel. Erst Richard Strauss setzte sich nachdrücklich für das Werk in seiner Originalgestalt ein. »Diese Oper irisiert, wie eine herrliche Seifenblase, in den Farben der Buffonerie, der Parodistik, des echten und des geheuchelten Gefühls. Aber dazu kommt noch die Farbe der reinen Schönheit«. [Alfred Einstein]

Musikalische Leitung Daniel Carlberg

Inszenierung Florian Lutz

Ausstattung Joki Tewes | Jana Findeklee

Dramaturgie Heribert Germeshausen

Fiordiligi Angelina Ruzzafante

Dorabella Ulrike Mayer

Ferrando Artjom Korotkov | Oscar de la Torre

Guglielmo Ulf Paulsen

Despina Sharleen Joynt | Cornelia Marschall

Alfonso Kyung-Il Ko

03.07.11, 17.00 Großes Haus

24.09.11, 17.00 Großes Haus

03.10.11, 17.00 Großes Haus

15.10.11, 17.00 Großes Haus

02.12.11, 19.00 Großes Haus

29.12.11, 16.00 Großes Haus

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