Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek (*1946) untersucht seit mehr als 30 Jahren in ihren Dramen und Romanen sowohl private als auch gesellschaftliche und politische Missstände. 2004 erhielt sie dafür den Literaturnobelpreis. Allerdings machte sie sich mit ihrer provokanten Kritik nicht nur Freunde. In ihrer Heimat teilweise als „Nestbeschmutzerin“ verunglimpft, verfügte sie zwei Mal ein Aufführungsverbot ihrer Stücke in Österreich. Die Arbeit an ihrem neuesten Stück Am Königsweg (2017) begann sie an dem Abend, an dem Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Auch wenn er namentlich nicht einmal erwähnt wird, rechnet sie hier mit seinem System längst überwunden geglaubter Weltanschauungen ab.
Regie
Peter Oberdorf
Bühne
Uwe Niesig
Ksch. Ursula Erb (Seherin)
Jochen Decker (König)
Joachim Vollrath (Ein Anderer)
Friederike Baldin (Eine Andere)
Karolina Losing (Cheerleader)
Madelaine Riha (Cheerleader)
PREMIEREN
LANDSHUT* 06.03.20
"Am Königsweg" - Schauspiel von Elfriede Jelinek - Landestheater Niederbayern Passau
Premiere am 6. März 2020 um 19.30 Uhr im KOENIGmuseum Landshut
Wie wollen wir in Zukunft leben? In welche Richtung tendiert das politische System weltweit? Was sind Weltanschauungen noch wert? Erleben wir eine Renaissance längst überholter politischer Diskurse? In vielen Ländern stehen Gesellschaft und Politik an einem Scheideweg. Welchen werden wir einschlagen? Der „neue König“ wird als Erlöser gefeiert, seine Entscheidungen nicht hinterfragt, seine Gesetze mit bewunderter Gewalt durchgesetzt. Wo bleiben da noch das Denken und die Vernunft?

