Deus ex machina
Bezeichnung für Figur (manchmal auch Ereignis), die überraschende Wendung in einem bis dahin unlösbar erschienenen Konflikt herbeiführt (vgl. z.B. Apotheose Jupiters im dritten Akt von Kleists „Amphitryon")
Dieser Begriff stammt aus dem lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Der Gott aus der Maschine". Damit ist eine göttliche Instanz gemeint, die im letzten Augenblick vor einer Katastrophe oder einer tragischen Entwicklung durch ihr Einwirken alles zum Guten wendet. Diese findet sich bereits in der antiken Tragödie, besonders bei Euripides, wo der Gott auf einer Flugmaschine erschien.
Auf den praktischen Theaterkontext bezogen, ist es eine technische Bezeichnung, wie ein Schauspieler der eine Gottheit darstellt, durch ein Hilfsmittel plötzlich auf die Bühne gelangt und unerwartet eine problematische Situation löst. Diese Wendung eines Plots wird kritisch gesehen, da sie als zu einfach erachtet wird.
Weitere Bezeichnungen
- Gott aus der Maschine (Synonym)
- Göttermaschine (Synonym)
- göttliche Rettung (Synonym)

