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Uruafführung: "Deutsches Haus" nach dem Roman von Annette Hess im THALIA THEATER Hamburg

Premiere Fr 11.9.26, 19.30, Thalia Theater

Die junge Dolmetscherin Eva wird kurzfristig zu einem Prozess gerufen, um vom Polnischen ins Deutsche zu übersetzen – über das, was in Auschwitz geschehen ist. Auf der Anklagebank: Männer aus der Mitte der Gesellschaft.

© Isabel Machado Rios

 Zum ersten Mal hört Eva von dem Unbegreifbaren, das die junge  Bundesrepublik so gründlich unter einer aufschwungsglänzenden Fassade von Normalität verborgen hält. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Haben wir wirklich von all dem nichts gewusst?

Mit Deutsches Haus erzählt die Regisseurin Jorinde Dröse (Die Wut, die bleibt, Marschlande) vom Beginn einer Auseinandersetzung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Der erste Roman der Drehbuchautorin Annette Hess (Ku’damm, Weissensee), der nun erstmals für die Bühne adaptiert wird, handelt von persönlicher Verstrickung – und von der Frage, wofür wir uns entscheiden: hinzusehen oder weiterzumachen, als wäre nichts geschehen.  

Dramatisierung von Jorinde Dröse und Johanna Vater

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