Zum ersten Mal hört Eva von dem Unbegreifbaren, das die junge Bundesrepublik so gründlich unter einer aufschwungsglänzenden Fassade von Normalität verborgen hält. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Haben wir wirklich von all dem nichts gewusst?
Mit Deutsches Haus erzählt die Regisseurin Jorinde Dröse (Die Wut, die bleibt, Marschlande) vom Beginn einer Auseinandersetzung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Der erste Roman der Drehbuchautorin Annette Hess (Ku’damm, Weissensee), der nun erstmals für die Bühne adaptiert wird, handelt von persönlicher Verstrickung – und von der Frage, wofür wir uns entscheiden: hinzusehen oder weiterzumachen, als wäre nichts geschehen.
Dramatisierung von Jorinde Dröse und Johanna Vater


