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URBÄNG! 2026 – the end of amusement Das Festival der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln

7.–10. Oktober 2026 - Orangerie Theater, Volksgartenstraße 25, 50677 Köln

Das Orangerie Theater verwandelt sich erneut in einen Hotspot der zeitgenössischen Kunst. Das Festival der Freihandelszone – veranstaltet von den vier Ensembles WEHR51, Futur3, MOUVOIR/Stephanie Thiersch und A.TONAL.THEATER – lädt ein zu einem internationalen, trendsetzenden und unvergesslichen Erlebnis: Konzerte, Gespräche, Performances, Theater, Tanz und Poesie verschmelzen zu einem einzigartigen Kosmos der Sinne. URBÄNG! präsentiert unerwartete Acts, musikalische Begegnungen, hitzige Diskussionen und philosophische Eskapaden.

© Ensemblenetzwerk Köln
 

Mittwoch, 7.10.2026

18:00 und 20:30 Ivo Dimchev (BG): DI/Strauss Technique! 
Der bulgarische Ausnahmekünstler kehrt zurück! Schon 2015 war er Gast der Freihandelszone – damals mit „P Project“, einer Performance, die schonungslos Kapitalismus und die Grenzen des Theaters analysiert. 2026 präsentiert er Di/STRAUSS-Technik: Dieser partizipative Musik- und Tanzkurs, inspiriert von der Musik des Walzerkönigs Johann Strauss II., beflügelt die Lebensfreude, den Mut zum Singen, die körperliche Freiheit und die Sehnsüchte des Publikums.

19:00 Eröffnung

 

Donnerstag, 8.10.2026

20:00 Marco Donnarumma (IT): Ex Silens
Eine hybride Performance zwischen Körper, Klang und Technologie. Donnarumma, bekannt für seine experimentellen Ansätze, verbindet physische Präsenz mit digitalen Klängen und schafft so eine immersive Erfahrung, die das Publikum in eine Welt zwischen Stille und Lärm, zwischen Mensch und Maschine entführt. „Ex Silens“ ist kein Konzert, keine Installation – es ist ein Erlebnis, das alle Sinne herausfordert.

Das Stück kommt ohne Lautsprache aus und ist daher zugänglich für d/Deaf und Hörpublikum.
Anschließend Q&A mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (in Kooperation mit Un-Label)!

 

Freitag, 9.10.2026

18:00 und 20:00 Ugo Dehaes (BE): Simple Machines
In „Simple Machines“ zeigt Ugo Dehaes, wie er Roboter züchtet und zu Tänzern ausbildet. Wir leben in einer Welt, die von wirtschaftlichen Prinzipien beherrscht wird, die uns dazu drängen, alles so effizient und billig wie möglich zu gestalten. Als Reaktion darauf hat Ugo alle seine Tänzer entlassen und erforscht, wie er seine eigenen Roboter züchten und trainieren kann. Sie schlüpfen aus verrückten Kokons und krabbeln dann wie seltsame Raupen über den Tisch. Manche bekommen Haare, andere tappen wie kleine Hunde herum. Mithilfe künstlicher Intelligenz lässt er sie ihre eigene Tanzperformance entwickeln. Dann verschwindet auch Ugos Job als Choreograf … „Simple Machines“ ist ein Versuch, den Menschen im Schaffensprozess vollständig überflüssig zu machen. Willkommen in der Zukunft.

Nach der Aufführung ist das Publikum eingeladen, den Robotern in der Installation „Arena“ – dem ersten Teil des Zyklus „Forced Labor“, der als Kulisse für „Simple Machines“ dient – selbst neue Bewegungen beizubringen.

URBÄNG!-Special im Anschluss, ca. 22:00 Uhr: DJ-Set (Ambient und mehr) mit Video-Projektion, in Kooperation mit Radio 674.fm.

 

Samstag, 10.10.2026
18:00 Liya Yu (DE): Hirn Statt Moral // Keynote
Die Welt befindet sich in einem Dauerkrisenzustand, in dem gegenseitige Humanisierung über Identitätskategorien und politische Unterschiede hinweg immer unmöglicher scheinen. Gängige Moral-und Wertediskurse scheitern zunehmend. Stattdessen müssen wir grundlegend unsere menschliche Natur und das Gehirn dahinter besser verstehen: Was passiert im Gehirn, wenn wir Angst vor Fremden oder Dehumanisierung gegenüber dem Gegner oder Furcht gegenüber einer liberal-offenen Zukunft empfinden? Mit welcher politischen und künstlerischen Sprache können diese kognitiven Mechanismen adressiert und gar geändert werden? Dieser Vortrag zeichnet eine neue politische Philosophie, basierend auf unserer menschlichen neuronalen und biologischen Existenz, auf, mit der wir die schwierigen Herausforderungen unserer Zeit kognitiv und körperlich angehen können.

19:00 Oleksii Dorichevsky (UA): The Edge of Fear // Lecture Performance
Oleksii Dorichevsky ist Soldat in der ukrainischen Armee und Theatermacher. In „The Edge of Fear“ erzählt er von seinen eigenen Erfahrungen mit der Angst an der Front und im Alltag. Als Theatermacher weiß er, dass es im Theater oft um das Erkennen und den Umgang mit den eigenen Emotionen geht. Der Ausbruch des großen Krieges in der Ukraine, der Eintritt in die Armee, die Kampfhandlungen – diese Ereignisse sind mit einer explosiven Ladung an Emotionen verbunden. Das Theater versucht als Mittel, diese Emotionen zu erfassen. Deshalb versucht Oleksii gemeinsam mit dem Publikum, mithilfe des Theaters das Wesen seiner Angst zu hinterfragen und zu verstehen.

19:30 Jenseits der Angst – Kunst und Politik in emotionalen Zeiten. Panel mit Liya Yu und Olexii Dorichevsky, moderiert von Dorothea Marcus
Das Gefühl der Angst kann ein wichtiges Warnsignal für Gefahren sein und gleichzeitig auch lähmen. Der Fokus auf Bedrohungen kann deshalb individuelle und gesellschaftliche (Zukunfts-) Ängste verfestigen, die den Handlungsspielraum weiterer einengen. In dem Panel „Jenseits der Angst“ diskutieren die Philosophin für neruopolitics Liya Yu und der ukrainische Theatermacher und Soldat Olexii Dorichevsky, ob und wie die Angst auch Chance für das Navigieren durch Krisenzeiten sein kann.
Eintritt frei!

20:30 Maxim Storms (BE): Marshmallow BBQ
Ein gruselig-komisches Drama mit dem Charme alter Horrorfilme: Ein harmloser Campingausflug mit Freunden nimmt eine düstere Wendung. Storms und Leirens spielen mit unseren Ängsten – zwischen Lachen und Schrecken. Ihr Versprechen: „Nichts ist schrecklicher als die letzten zwanzig Minuten eines Marshmallow-BBQ!“ Wer traut sich da noch ein Marshmallow zu nehmen?

URBÄNG!-Special im Anschluss, ca. 22:00 Uhr: URBÄNG!-Abriss-Party mit Konzert und DJ.

 Tägliche Specials
Parties, Konzerte, Gesprächsrunden und vieles mehr. Aktuelle Infos auf www.urbäng.de

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