Es ist der Tod seiner geliebten Drusilla, der Caligula auf die folgenreiche Erkenntnis stößt: „Die Menschen sterben, und sie sind nicht glücklich.“ Die Sterblichkeit ist ein Gesetz, dem jeder Mensch unterliegt, ganz gleich, über wie viel Machtfülle er verfügt. Selbst die größten Diktatoren sterben, verschwinden von der Weltbühne. Was nützen ihm also Kunst, Literatur oder die Herrschaft über das größte Reich der Geschichte? In Caligula, einstige Hoffnung des römischen Reiches, breitet sich eine pechschwarze Leere aus. Sein Streiten um eine bessere Welt kippt in eine wahngetriebene Jagd nach dem unerreichbaren Mond, ein radikales Ausleben von Freiheit und eine Machtorgie.
Der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus nannte sein erstes Stück selbst eine „Tragödie der Erkenntnis“ und verbindet darin das Politische mit dem Existenziellen. Mit ihrer eindrücklichen Inszenierung von Die Brücke von Mostar bewies Anne Bader bereits ihr Gespür für Figuren und große Bilder. Mit ihrem Team wird sie für Caligula zum zweiten Mal am Theater Oberhausen gastieren.
Deutsch von Uli Aumüller
Regie Anne Bader
Bühne und Kostüme Luisa Wandschneider
Bühne und Video Joscha Eckert
Musik Matthias Schubert
Dramaturgie Jascha Fendel
Mit Philipp Quest, Khalil Fahed Aassy, David Lau, Luise Ehl, Ronja Oppelt, Klaus Zwick, Oliver El-Fayoumy, Torsten Bauer
Weitere Vorstellungen: 04. & 07.10.2026


