In diesen Fußnoten steckt eine gute Portion Stromberg, doch bei Svealena Kutschke gibt es auch noch eine Außenwelt, in der es ziemlich übel zugeht. So sehr sich die wackeren Angestellten auch bemühen, die Katastrophe zu ignorieren, irgendwann können sie den riesigen Fleck, der sich an der Wand ausbreitet und überdeutlich vom nahenden Untergang kündet, nicht mehr übersehen. Und natürlich fragen sie sich: Warum hat dieser Fleck exakt die Umrisse von Deutschland?
Svealena Kutschke erzählt in „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ mit einem hintersinnigen, manchmal absurden Humor, der sich mehr und mehr zuspitzt und verdunkelt, von Menschen im Großraumbüro einer Behörde, die unbeirrt ihre überflüssig gewordenen Aufgaben erfüllen, während draußen längst die gewohnte Ordnung zerbröckelt und das Chaos langsam durch die Wände ins Büro sickert. Mit diesem Text gewann sie 2025 beim renommierten Heidelberger Stückemarkt den erstmals vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. und dem Musiktheater im Revier gemeinsam ausgelobten FIDENA-Preis.
Die 1977 in Lübeck geborene Svealena Kutschke lebt in Berlin und veröffentlichte bislang fünf Romane. Im Jahr 2019 wurde ihr erstes Theaterstück „zu unseren Füßen, das gold, aus dem boden verschwunden“ uraufgeführt. Es folgte 2023 „no shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)“, das am Theater Oberhausen seine Uraufführung erlebte. Die Autorin war mehrfach Stipendiatin des Goetheinstitutes und erhielt etliche Auszeichnungen.
Pablo Lawall inszeniert Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert von Svealena Kutsche als Uraufführung mit dem MiR Puppentheater.
Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert entsteht als Koproduktion mit dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. (FIDENA) und Theater und Orchester Heidelberg. Die Inszenierung von Pablo Lawall wird als Gastspiel im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts 2026 (24.04.-03.05.2026) auch in Heidelberg gezeigt.
Gewinnertext des FIDENA Stückepreises des Heidelberger Stückemarkts 2025 | In Kooperation mit dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst (FIDENA) & Theater und Orchester Heidelberg
- Inszenierung Pablo Lawall
- Bühne und Kostüm Lex Hymer
- Puppenbau Ulrike Langenbein
- Licht Marius Steinert
- Ton Jan Wittkowski
- Dramaturgie Samuel Zinsli
- Besetzung
- Gruber Luisa Krause
- Noll Moritz Ilmer
- Weber Gloria Iberl-Thieme
- Paranormales Phänomen Daniel Jeroma
- Kessler, Deutschland, Pinguine Gloria Iberl-ThiemeMoritz IlmerDaniel JeromaLuisa Krause
Termine
Nach der Uraufführung am 15. Februar folgen diese Termine:
Samstag, 28. Februar 2026, 19.00 Uhr
Freitag, 06. März 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 15. März 2026, 18.00 Uhr
Freitag, 15. Mai 2026, 18.00 Uhr
Die Vorstellung am 15. Mai 2026 findet im Rahmen des offiziellen Programms des FIDENA Festivals (13.05.-20.05.2026) statt.


