Als Zwangsarbeiter im dortigen Baubüro entwarf er u.a. das Lagertor mit der berühmten Inschrift ›Jedem das Seine‹ sowie Möbel und Unterkünfte für die SS. Nach seiner Entlassung aus dem KZ 1939 war Ehrlich weiter für die SS tätig. Nach Kriegsende trat er in die SED ein, wurde 1954 Geheimer Informant der Staatssicherheit und war bis zu seinem Tod 1984 in der DDR als Architekt und Designer tätig.
Bauhaus-Avantgardist, KPD-Mitglied und Widerstandskämpfer, KZ-Häftling, SS-Mitarbeiter, SED-Mitglied, Stasi-Informant, Architekt, Designer?! Franz Ehrlichs Lebensweg verläuft so wechselhaft wie widersprüchlich am Puls der deutschen Geschichte, von der Weimarer Republik über die NS-Zeit bis zur DDR. In seinem neuen Stück spürt Jörn Klare dem Leben Ehrlichs nach und ringt um die Einordnung einer widersprüchlichen und komplexen Biografie.
Jörn Klares Arbeit zu der Auseinandersetzung mit Franz Ehrlich wurde freundlicherweise durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen gefördert.
Inszenierung Carolin Millner
Bühne und Kostüm Maylin Habig , Nils Wildegans
Komposition und Einstudierung Florian Hein
Dramaturgie Dr. Luise Vollprecht
Mit Roman Weltzien , Nora Rebecca Wolff , Mariann Yar


