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NABUCCO - Dramma lirico in vier Teilen von Giuseppe Verdi - Staatstheater Cottbus

Premiere am Samstag, 25. April 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus

Als Giuseppe Verdi nach einem vernichtenden Misserfolg seiner zweiten Oper schwor, nie wieder eine Note zu schreiben, ahnte er noch nicht, dass sein nächstes Werk in die Operngeschichte eingehen würde. „Nabucco“ wurde 1842 zum Triumph und machte Verdi über Nacht zum gefeierten Komponisten.

© Staatstheater Cottbus

Die Oper entführt in eines der einschneidendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte: das babylonische Exil. König Nebukadnezar eroberte 586 v. Chr. das Königreich Juda, zerstörte den Jerusalemer Tempel und verschleppte ein ganzes Volk in die Fremde. Psalm 137 bringt die Zerrissenheit der Exilierten auf erschütternde Weise zum Ausdruck: „An den Strömen Babels saßen wir und weinten. Wie sollen wir singen des Ewigen Lied auf fremder Erde?“ Verdi hat dieser Frage eine Melodie gegeben. Der berühmte Gefangenenchor „Va pensiero“ ist heute das populärste Stück der Oper und nimmt in Italien den Rang einer inoffiziellen Nationalhymne ein.

Der Regisseur Armin Petras verlegt das antike Drama in die sibirische Stadt Norilsk und erhebt damit eine der weltweit kältesten und schmutzigsten Städte zum Schauplatz. Als Gulag-Lager gegründet und in vollkommener Abgeschlossenheit zum Rest Russlands gelegen, spiegelt sie die Situation des Exils auf beklemmende Weise. Heute leben dort die Nachfahren von Inhaftierten und Wärtern in einer Gemeinschaft, was mit dem versöhnlichen Ende der Oper korrespondiert.

Von den Strömen des Babels ins sibirische Eis: „Nabucco“ erzählt vom Leiden und Hoffen eines antiken Volkes und bewahrt zugleich seine Aktualität, weil die Sehnsucht nach Heimat und Hoffnung zeitlos ist.

Libretto von Temistocle Solera
 
Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn 
Regie: Armin Petras
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüm: Patricia Talacko
Video: Maria Tomoiagǎ
Live Camera: Nico Delpy
Bewegungsarbeit: Nico Delpy
Choreinstudierung: Christian Möbius
Dramaturgie: Leonora Mense

Mit Andreas Jäpel, Tatiana Trenogina, Yasushi Hirano, Luzia Tietze, Alexey Sayapin, Jens Klaus Wilde, Ulrich Schneider, Cornelia Zink sowie Damen und Herren des Opernchores, Damen und Herren des Extrachores und der Statisterie des Staatstheaters. Es spielt das Philharmonische Orchester des Staatstheater Cottbus.

 Weitere Vorstellungen in dieser Spielzeit:
Donnerstag, 30. April 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Freitag, 15. Mai 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Samstag, 6. Juni 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus

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