Ethel Smyth war die wohl bekannteste Komponistin des beginnenden 20. Jahrhunderts. »TheWreckers« ist ihre dritte und erfolgreichste Oper, uraufgeführt 1906 - in Leipzig. Hier kam es zur umjubelten Uraufführung in deutscher Sprache, ursprünglich war die Oper in Französisch unter dem Titel » Les Naufrageurs« verfasst worden. Da die Verantwortlichen in Leipzig ohne Wissen von Smyth massive Eingriffe in die Partitur vornahmen, entwendete Smyth nach der zweiten Aufführung die Noten aus dem Orchestergraben und reiste ausLeipzig ab. Zurück in England überarbeitete sie in Zusammenarbeit mit dem englischen Dirigenten Sir Thomas Beecham die Partitur, die dann 1909 erstmals am Londoner »His Majesty’s Theater« in englischer Sprache aufgeführt wurde.
Smyth schuf mit ihrer Komposition eine brillante Vertonung der schroffen Küstenlandschaft Cornwalls. Als Vorbilder ihrer gewaltigen Orchestrierung könnten Wagner und Strauss gedient haben, aber tatsächlich gelingt ihr eine ganz eigene Musiksprache. Reichhaltig ist Smyths Partitur, es stürmt und peitscht, braust und tost: »The Wreckers« ist eine große romantische
Oper.
Ethel Smyth Werke gehören heute noch immer nicht – weder in Großbritannien noch in Deutschland – zum Standartrepertoire der Opernhäuser oder Konzertbühnen, aber allmählich werden die Arbeiten der britischen Komponistin wiederentdeckt: »The Wreckers« erlebte im vergangenen Jahr verschiedene Aufführungen an deutschen Opernbühnen, und nun wird diese Oper auch in Detmold in ihrer englischen Fassung zu erleben sein.
nach einem Libretto von Henry Brewster
Musikalische Leitung: GMD Per-Otto Johansson
Regie: Kirsten Uttendorf
Bühne: Jule Dohrn-van Rossum
Kostüm: Claus Stump
Dramaturgie: Katharina Schellenberg
Chor: Francesco Damiani
Mit: Marcel Brunner, Ji-Woon Kim, Lotte Kortenhaus, Jaime Mondaca Galaz, Johanna Nylund, Franziska Pfalzgraf, Jonah Spungin, Nikos Striezel
Opernchor, Extrachor, Statisterie und Symphonisches Orchesters des Landestheaters Detmold
Weitere Vorstellungen: So 8.3. / Fr 13.3. / Fr 27.3. / Mi 29.4. / Sa 2.5.2026, jeweils 19:30 Uhr


