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TALKING HEADS von Alan Benett, Vaganten Bühne Berlin

Premiere am 28. November 2009, 20 Uhr

In TALKING HEADS - „Die Schreibtischtäterin“ & „Der Sprung in der Tasse“

gibt der britische Autor Alan Benett, den Gestrauchelten und Vergessenen eine

Stimme - so präzise und unverwechselbar, als hätte er jahrelang Tür an Tür mit ihnen gelebt.

Voller Sympathie und mit wahrhaft britischem Humor schildert er ihre Freuden und Nöte. Unter der Schicht ihres zuweilen grotesken Alltags jedoch wird immer wieder Tragisches sichtbar, brüchiges Eis. In das sie jederzeit einbrechen und versinken könnten, hätten sie nicht diesen imponierenden Lebensmut, der ihnen trotz ihrer Schwächen und Irrtümer ihre Würde belässt.

„Die Schreibtischtäterin“ Miss Ruddock ist eine alleinstehende Frau voller Energie und Tatendrang, die ihre Welt mit wachen und kritischen Augen wahrnimmt - und die sich einmischt, wenn es nötig ist. Und es ist oft nötig, denn: es gibt lange schwarze Haare in Delikatesswürsten und Kinder, um die

sich niemand kümmert. Protestbriefe sind ihr Lebensinhalt. Doch manches ist anders, als Miss Ruddock denkt, ganz anders… .

Graham aus der Episode „Der Sprung in der Tasse“ würde am liebsten dauernd Witze erzählen, nur sind leider die Witze sein eigenes Leben. Graham ist der ewige Nesthocker. Er ist eigentlich mit seiner Mutter verheiratet - zumindest seit Vater tot ist, und das muss schon viele Jahre her sein.

Sie ist das Gestirn, um das er kreist. Doch eines Tages begegnen sie Mutters ehemaligem Liebhaber, und nichts ist mehr wie vorher. Grahams Leben gerät aus den Fugen… .

Alan Bennet, einer der populärsten englischen Dramatiker, ist in Deutschland vor allem durch seine sanft-satirische Erzählung über die Queen, „Die souveräne Leserin“ bekannt.

von und mit: Anette Daugardt und Uwe Neumann

Ausstattung: Dorothea Schutsch

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