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Schauspiel Köln startet mit drei Uraufführungen in die neue Spielzeit Wichtig

25., 26. und 27. September 2026

Nach dem großen Eröffnungsfest der Bühnen Köln am 19. und 20. September lädt das Schauspiel Köln zu den ersten drei Premieren der neuen Spielzeit am Offenbachplatz ein.

© Birgit Hupfeld: Probenfoto IN BESTER LAGE

„In bester Lage“

Mit „In bester Lage“ in der Regie von Schauspielintendant Kay Voges startet der Premierenreigen passend zur lang ersehnten Wiedereröffnung mit einer Gebäudekomplex-Komödie, bei der Sanierungen zur Dauerbaustelle werden:  Ein Haus mit zehn Eigentumswohnungen in zweckbedingter Nachbarschaft. Hier kollidieren Weltanschauungen mit Kontoständen, der Brandschutz des Daches mit dem feuchten Keller und Dixiklos mit E-Autos. Die neue Komödie von Kristof Magnusson („Männerhort“) und Gunnar Klack offenbart, wie sich im Mikrokosmos Eigentümergemeinschaft der globale Wahnsinn zwischen Investitionsstau, Pluralismus und maroder Infrastruktur widerspiegelt. Uraufführung ist am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus am Offenbachplatz.

„Moneyland“
Am Samstag, 26. September, folgt die Uraufführung von „Moneyland“ um 20 Uhr im Kleinen Haus. Im neuen Stück von Alexander Kerlin geht es um Noah, der einen Film dreht. Kritisch soll er werden, denn kritisch waren seine Dokumentationen, in denen er der Gegenwart auf den Zahn fühlt, schon immer. Dieses Mal hat er sich weit rausgewagt. Mitten in der Wüste trifft er Ava Park, Tech-Milliardärin und Gründerin von „Atlas Analytics“ zum Interview, 95 Meter tief unter der Erde auf der Baustelle ihres neuen Luxus-Bunkers. Doch die Dreharbeiten laufen nicht wie geplant. Die Lage eskaliert endgültig, als die Bunker-KI Samantha voraussagt, dass Noah ein Verbrechen an Ava begehen wird. Regisseur Kay Voges widmet sich in „Moneyland“ auf faszinierende Weise den Abgründen digitaler Kriegsführung und erkundet die neuen Bündnisse zwischen Techkapitalismus und rechter, autoritärer Politik.

„Tag und Nacht“
Den Abschluss des ersten Premierenwochenendes macht „Tag und Nacht“ des Kultautors Roland Schimmelpfennig am Sonntag, 27. September, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus. Zwei Brüder, zwei Frauen, zwei Paare. Das eine Paar lebt auf dem Land, das andere in der Stadt. Die Brüder sind zerstritten und haben sich seit Jahren nicht gesehen. Der eine spielt Theater. Der andere schreibt. Was geschieht nun, wenn das Landpaar überraschend in der Stadt aufschlägt? Oder andersrum? Und wenn sich langsam zeigt, dass es die Politik war, die die beiden Brüder einst so tief gespalten hat? Lily Sykes, designierte Schauspieldirektorin in Magdeburg, inszeniert Schimmelpfennigs Stück als anarchisches Schauspielerfest, herrlich absurd und schmerzhaft gegenwärtig.

Tickets
Alle drei Premieren sind bereits ausverkauft, möglich sind gegebenenfalls noch Restkarten an der Abendkasse. Für die weiteren Vorstellungen sind Tickets an der Vorverkaufskasse in den Opernpassagen und ab 19. September im Kleinen Haus oder unter www.schauspielkoeln.de und 0221/221-28400 erhältlich.

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