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Richard Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal - Wuppertaler Bühnen

Premiere: 13. März 2015 um 17 Uhr im Opernhaus. -----

Von der ersten Beschäftigung Richard Wagners mit dem Versepos „Parzival“ (W. von Eschenbach) bis zur Uraufführung seines letzten imposanten Bühnenwerks vergingen fast 40 Jahre. Im Zentrum steht der heilige Speer, mit dem Christus am Kreuz verwundet wurde.

Er ist eine Wunderwaffe und verleiht Macht, geriet aber in die falschen Hände. Statt in der Obhut der Gralsritter um König Amfortas befindet er sich in der Hand des bösen Zauberers Klingsor. Als Amfortas gegen ihn mit dem Speer in den Kampf zog, erlag er den Verführungskünsten Kundrys (Klingsors Begleiterin) und wurde mit dem Speer verwundet. Seitdem leidet der Gralskönig unendliche Qualen. Nur ein reiner Tor kann ihn erlösen: Parsifal.

Nach der ersten Begegnung mit dem König wird Parsifal jedoch fortgejagt, weil er dessen Hoffnungen nicht erfüllen kann. Für ihn beginnt eine Reise, an deren Ende er seine wahre Mission erkennt.

Thomas Mann war begeistert von Parsifal: „Gewisse Stellen namentlich im III. Akt, die Karfreitagsmusik, die Taufe, Salbung etc., dann aber auch das unvergessliche Schlussbild – sind bedeutend und durchaus unwiderstehlich.“

Thilo Reinhardt verortet seine Neuinszenierung von Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal in einem elitären Ausbildungsinstitut. Tagsüber herrscht strenge Disziplin und Keuschheit, in der Nacht bricht die Natur des Menschen durch. Reinhardt beschreibt die Entwicklung des Parsifal als „die Geschichte eines Egoisten, der zum Altruisten wird“.

Opernintendant und Generalmusikdirektor Toshiyuki Kamioka steht am Pult des Sinfonieorchesters Wuppertal. Harald Thor hat zur Regie Thilo Reinhardts eine ungewöhnliche Bühnen-Szenerie gestaltet: Er versetzt die Handlung aus der mystischen Natur in eine handfeste Sportler-Umgebung. Die Kostüme entwirft Katharina Gault, die zuletzt in Berlin für ihre Arbeiten an der Deutschen Oper gefeiert wurde.

Ein Bühnenweihfestspiel in drei Akten; Dichtung von Richard Wagner

in deutscher Sprache mit Übertiteln

In der Titelpartie ist Tilmann Unger zu erleben, der schon auf dem Grünen Hügel in Bayreuth sang. Martin Blasius, der unter anderem bei den Salzburger Festspielen gastierte, steht als Titurel auf der Bühne. Titurels Sohn Amfortas (Thomas Gazheli) ist der Gralskönig, der an einer nicht heilenden Wunde leidet. Die den König umgebenden Gralsritter werden von Thorsten Grümbel (Gurnemanz), Andreas Beinhauer und Peter Paul (1. und 2. Gralsritter) gesungen. Vier Knappen (L. Ceralová, Johannes Grau, Markus Murke, M. Yücel) begleiten sie. Kathrin Göring, Ensemblemitglied an der Oper Leipzig, wird die geheimnisvolle Helferin der Gralsritter, Kundry, singen. Andreas Daum als Klingsor schart die sechs Blumenmädchen Silja Schindler, Mine Yücel, Lucie Ceralová, Ralitsa Ralinova, Carla Hussong und Sandra Borgarts um sich.

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