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"Parsifal", Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner - Landestheater Niederbayern

PREMIERE Donnerstag, 02.04.2026, 17.00 Uhr, Stadttheater Landshut im Theaterzelt

02.04.2026

Wagners transzendierende Musik überwältigt durch mystisch-sakrale Klangwelten. Die weihevollen diatonischen Gralsthemen stehen der chromatisch-sinnlichen Harmonik von Klingsors Zauberreich gegenüber. Wagner verwebt auf undogmatische Weise christliche Symbolik und rituelle Zeremonien wie Abendmahl, Taufe und Karfreitagszauber mit buddhistischer Lehre und Schopenhauers Philosophie.

© Landestheater Niederbayer

Das Leitungsteam aus Intendant Stefan Tilch und GMD Basil H. E. Coleman verabschiedet sich zum Ende der Saison 2025/26 nach mehr als zwei Jahrzehnten vom niederbayerischen Theaterpublikum und fährt aus diesem Anlass nochmal ganz große Geschütze auf. Einer ihrer Schwerpunkte bei der Spielplangestaltung war die Aufführung fast aller Werke Richard Wagners: Was 2015/16 mit der niederbayerischen Erstaufführung von Tristan und Isolde begann und 2019-23 mit Der Ring des Nibelungen fortgesetzt wurde, findet nun den krönenden Abschluss in der Beschäftigung der beiden Wagner- Enthusiasten mit dessen letzter Oper, dem Bühnenweihfestspiel Parsifal, in dem der Meister noch einmal alle seine großen Themen behandelte: Mitleid, Erlösung und Selbsterkenntnis durch Wissen.

DER REINE TOR Eine keusch lebende Ritterschaft unter dem König Amfortas hütet zwei lebenspendende Reliquien: den heiligen Speer und den heiligen Gral. Der Zauberer Klingsor hat bereits den Speer in seinen Besitz gebracht, mit dem er Amfortas eine nicht heilende Wunde zufügte. Seitdem verlängert jede Enthüllung des Grals, die den Brüdern eigentlich Kraft und Jugend verleiht, Amfortas‘ Lebensqual. Erlöst werden kann er einzig von einem durch Mitleid wissenden Toren. Als ein Jüngling in dem Gralsbezirk aus Unwissenheit einen heiligen Schwan tötet, glaubt Gurnemanz in ihm den lang ersehnten Erlöser zu erkennen. Doch der Jüngling gerät in die Fänge von Kundry, die ihn in Klingsors Zaubergarten zu verführen versucht. Sie nennt ihm auch seinen Namen: Parsifal. Als Kundry ihn küsst, wird sich Parsifal schlagartig seiner Sendung bewusst. Er erliegt Kundrys Reizen nicht und gewinnt von Klingsor den Speer, wodurch dessen böser Zauber gebrochen wird. Doch erst nach langen Irrfahrten gelangt Parsifal an einem Karfreitagsmorgen wieder in die Gralsgemeinschaft. Kann er Amfortas‘ Leiden beenden?

MUSIKALISCHE LEITUNG
Basil H. E. Coleman
INSZENIERUNG
Stefan Tilch
CHOREOGRAFIE
Sunny Prasch
BÜHNE
Thomas Dörfler
KOSTÜME
Ursula Beutler
VIDEO
Florian Rödl
CHOREINSTUDIERUNG
Guiran Jeong
DRAMATURGIE
Swantje Schmidt-Bundschuh
MUSIKALISCHE ASSISTENZ
Peter WesenAuer

Amfortas Peter Tilch
Titurel Youngkug Jin
Gurnemanz Stephan Bootz
Parsifal Hans-Georg Wimmer
Klingsor Kyung Chun Kim
Kundry Yamina Maamar
1. Gralsritter William Diggle
2. Gralsritter Oscar Marin-Reyes
1. Knappe Emily Fultz
2. Knappe Reinhild Buchmayer
3. Knappe Stefan Metzger
4. Knappe Gabriel Bittner / John Gencarelli
Blumenmädchen Emily Fultz, Theresa Krügl, Sabine Noack,
Natasha Sallès, Réka Szabó, Reinhild Buchmayer
Niederbayerische Philharmonie
Chor des Landestheaters Niederbayern

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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