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"OrgelPassion" – Begegnung von Tanz und Orgelkomposition / Stina Quagebeur / Glen Tetley / Goyo Montero - Deutsche Oper am Rhein Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

Premiere am Samstag, 14. März 2026, um 19.30 Uhr in der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf

09.03.2026

Bach, Belton, Birchall und Poulenc: Die Begegnung von Tanz und Orgelkomposition bildet die künstlerische Klammer für das jüngste dreiteilige Ballettprogramm des Ballett am Rhein. Unter dem Titel „OrgelPassion“ vereint der Abend Arbeiten von Stina Quagebeur, Glen Tetley und Goyo Montero. Die zwei Neukreationen und ein Klassiker der jüngeren Tanzgeschichte werden durch das Ensemble des Ballett am Rhein unter Leitung von Ballettdirektor Raphaël Coumes-Marquet und Chefchoreographin Bridget Breiner interpretiert. Die Düsseldorfer Symphonikern spielen unter Leitung von Valtteri Rauhalammi.

© Daniel Senzek

Stina Quagebeur ist für Düsseldorf eine Neuentdeckung. Die gebürtige Belgierin ist als assoziierte Choreographin zurzeit am English National Ballet in London tätig und war als brillante Tänzerin unter anderem in Arbeiten von Akram Khan zu erleben. Für „Omelas“ ließ sichQuagebeur voneinerder bekanntesten Kurzgeschichten der US-amerikanischen Autorin Ursula K. Le Guin inspirieren, begreift die Erzählung als Märchen, mythisch und über ihre Zeit hinausweisend. Als Handlungsballett angelegt und in Auseinandersetzung mit der neu geschaffenen Musik des britischen Komponisten Jeremy Birchall, nimmt „Omelas“das Publikum mit auf eine Reise zu einer gesellschaftlichen Utopie vom bedingungslosen Glück.

 Ausgangspunkt für den Triple Bill ist die Choreographie „Voluntaries“ von Glen Tetley aus dem Jahr 1973, die zum „Concerto für Orgel, Streicher und Pauke“ von Francis Poulenc entstand. Tetley gilt als Brückenbauer zwischen Ballett und Modern Dance und sein Werk als wegweisend für nachfolgende Generationen von Tanzschaffenden. „Die Orgel erschien mir immer wie eine Stimme Gottes“, so der US-Amerikaner, der am 3. Februar 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Mit Bezug auf das musikalische „Voluntary“ als freie Instrumentalkomposition, meist für eine Orgel, und das lateinische „volāre“ (fliegen) erscheint „Voluntaries wie entgrenzt. Episoden schwebender Körperkonstellationen entfalten Sogwirkung, angetrieben von Poulencs Orgelmelodie und den Rhythmen der Pauke.

 Für seine tiefgründig-reflektierten Choreographien erhielt er eine Vielzahl von Würdigungen, wirkte als langjähriger Ballettchef hoch erfolgreich am Staatstheater Nürnberg und begeistert aktuell als neuer künstlerischer Leiter des Staatsballett Hannover: Goyo Montero. In der für das Ballett am Rhein neu geschaffenen Arbeit „Aurea“ bezieht sich der gebürtige Spanier auf das Harmonieprinzip des Goldenen Schnitts. Musikalisch greift er auf die „Passacaglia“ von Johann Sebastian Bach zurück, für „Aurea“ als Orchesterversion präsentiert. Montero, der sich in vielen seiner Choreographien intensiv mit Bach beschäftigt hat, stellt der „Passacaglia“ als Prolog eine Auftragskomposition des Kanadiers Owen Belton voran.

 Weitere Informationen, alle Termine und Karten unter www.operamrhein.de oder im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) erhältlich.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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