Schließlich übernehmen die Nationalsozialisten die Macht und der eigentlich unpolitische Hendrik Höfgen wird zu einem ihrer kulturellen Repräsentanten. Frühere Wegbegleiter:innen geraten als Andersdenkende zusehends aus seinem Blickfeld. Die Figur des Mephistopheles in Johann Wolfgang von Goethes »Faust« soll zu seiner Paraderolle werden. Gerade dieser Verführer zum Bösen gewinnt angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung eine besondere und zwiespältige Bedeutung.
Klaus Mann veröffentlichte seinen Roman 1936 im Exil und gehörte damit zu den ersten Autor:innen, die sich mit den Zuständen innerhalb des »Dritten Reiches« auseinandersetzten. Er zeichnet das Bild eines Menschen, der für seinen persönlichen künstlerischen Erfolg bereit ist, sich kritiklos in den Dienst einer autoritären Macht zu stellen. Im Schauspieler Hendrik Höfgen sah er den Exponenten eines »zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes«.
Regie: Ronny Jakubaschk
Bühne: Marina Stefan
Kostüme: Hanna Peter/Anne Buffetrille
Musik/Komposition: Jörg Kunze
Licht: Philipp Sonnhoff
Dramaturgie: Reinar Ortmann
Hendrik Höfgen: Hagen Bähr
Oskar M. Kroge / Cäsar von Muck: Matthias Kleinert
Ottilie Ulrichs: Franziska Werner
Dora Martin / Lotte Lindenthal: Caroline Nagel
Marder / Der Reichsmarschall: Andreas Spaniol
Barbara Bruckner/ Die Pelz: Paulina Hobratschk
Hans Miklas: Tobias Schormann
Julian: Florian Heise
Der Professor/ Der Propagandaminister: Darios Vaysi
Sa 7.3. 19:30 Uhr
Do 12.3. 19:30 Uhr
Sa 14.3. 19:30 Uhr
Fr 20.3. 19:30 Uhr
So 22.3. 18:00 Uhr
Mi 1.4. 19:30 Uhr
Fr 17.4. 19:30 Uhr
Mi 6.5. 19:30 Uhr
Fr 8.5. 19:30 Uhr
Sa 30.5. 19:30 Uhr
Fr 12.6. 19:30 Uhr
Do 2.7. 19:30 Uhr


