Dunkle Tannen, grüne Wiesen im Sonnenschein, die Welt der Berge, die ewig locken und «Hier oben bist du zu Haus» rufen, während heute die Naturdinge verschwinden und soziale Beziehungen erkalten. Heidi ist Sehnsucht nach der heilen Welt, nach einem Bett aus Stroh, nach frischer Milch von einem Tier mit einem Namen, nach Versöhnung, nach feuchtem Gras unter den nackten Füssen. In alldem ist Heidi aber auch ein internationales Pop-Phänomen: Es gibt sie in unzähligen Texten, Bildern, Filmen, Comics, Serien und Übersetzungen. Immer ist es die gleiche Geschichte. Am Ende geht Heidi zurück in die Berge.
Lena Reissner schreibt gemeinsam mit dem Ensemble eine neue Heidi. Sie stellen die ungemütlichen Fragen zum Alpen-Idyll: Welches Unbehagen verbirgt sich hinter der heilen Bergwelt? Welche Gefahr im Kitsch von Tannenbäumen und Sonnenuntergängen? In dieser Überschreibung werden die Geschichte des Waisenmädchens und ihre Darstellungen, Rezeptionen und Übersetzungen ent- und re-mythisiert: Wer oder was ist Heidi eigentlich? Das Ensemble begibt sich auf eine spielerische Suche nach der vermeintlich «richtigen» Heidi und fragt danach, was Heimat eigentlich bedeutet.
Auch mit der neuen Leitung am Theater Freiburg geht das Format xchange weiter: Für Heidi, das in Bern zu sehen ist, wird im Gegenzug dasr mit dem Magazin Reportagen erarbeitete, globale Rechercheprojekt der Bühnen BErn #lookoftheday in Freiburg gastieren.
Einführung
Zu vielen Vorstellungen gibt esr jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine Stückeinführung an. Dabei erhalten Sie Einblick in den Produktionsprozess und erfahren spannende Hintergrundinformationen zu Werk und Inszenierung. Alle Termine entnehmen sie dem aktuellen Spielplan.
Regie
Lena Reissner
Bühne
Han Le Han
Kostüme
Lena Rickenstorf
Musik
Moritz Widrig
Musik
Joachim Flüeler
Dramaturgie
Hayat Erdoğan
Dramaturgie
Katrina Mäntele


