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„FREEDOM AND DEMOCRACY I HATE YOU“ von Mark Ravenhill im Berliner Ensemble

17.11.2011

Premiere auf der Probebühne am Sonntag, 20.November um 20.00 Uhr. -----

Die „Schlachtfelder“ heutiger Kriege reichen bis in unsere Wohnzimmer und sogar bis in die Träume unserer Kinder. Ravenhill beschreibt in sehr vielfältiger Weise, wie sich die heutigen Kriege an der „Front“ – aber auch zu Hause – durch gewaltige “Kollateralschäden” breit machen.

Kinder malen Soldaten ohne Köpfe. Menschen leiden unter Verfolgungs- und Sicherheitswahn... Wir erleben Folterszenen und Ver-zweiflungen der jungen Soldaten. Eine Mutter gerät über die Nachricht vom Tod ihres Sohnes in den Wahnsinn. Der Krieg selbst personifiziert sich in alptraumartigen Todesengeln. Denunziation und Gewalt-bereitschaft auch beim Theaterpublikum? Der Krieg geht weiter... Ravenhill entwirft ein Mosaik, skrupellos, komisch, abstoßend und faszinierend. Großes politisches Theater: 11 Szenen voller bösen Humors, Scharfblick und großer Menschenliebe hat Claus Peymann mit 15 Schauspielern ausgewählt und als bitterbösen Reigen inszeniert.

FREEDOM AND DEMOCRACY wurde nach der Premiere im BE am 29.September 2010 flächendeckend verrissen. Auch das Publikum schenkte dem Anti-Kriegsstück wenig Aufmerksamkeit und Claus Peymann plante nach einigen Monaten die Absetzung seiner Inszenierung.

Allerdings wurde er immer wieder, besonders in anschließenden Publikumsgesprächen, von leidenschaftlichen Anhängern der Aufführung ermutigt, dass das Theater solch brisante Aufführungen braucht - und man das Stück auch vor wenig Publikum weiterspielen solle!

Claus Peymann hat das Stück nun mit den Schauspielern für die „Alte Probebühne“ überarbeitet und neu eingerichtet.

Regie: Claus Peymann

Bühne: Johannes Schütz

Kostüme: Wicke Naujoks, Johannes Schütz

Dramaturgie: Jutta Ferbers

Mit: Larissa Fuchs, Anna Graenzer, Ursula Höpfner-Tabori, Friederike Kammer, Corinna Kirchhoff, Swetlana Schönfeld, Katharina Susewind, Christian Grashof, Boris Jacoby, Veit Schubert, Martin Seifert, Felix Tittel, Georgios Tsivanoglou, Harald Windisch, Thomas Wittmann

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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