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Federico García Lorca, "Bernarda Albas Haus", Theater Augsburg

Premiere Samstag 20.04.2013, 19:30, Großes Haus. -----

Bernarda Albas Mann ist gestorben, nun soll getrauert werden. „Acht Jahre, das ist die Trauerzeit, und solange kommt mir nicht einmal der Wind von der Straße ins Haus. Wie hinter vermauerten Fenstern und Türen werden wir leben. Genauso ging es im Haus meines Vaters und meines Großvaters zu." Die fünf erwachsenen Töchter sollen indessen ihre Aussteuer sticken.

Nur Angustias, die Älteste, könnte dem Arrest entkommen, denn sie ist bereits mit Pepe el Romano verlobt. Der ist allerdings nur auf ihr Vermögen scharf und liebt eigentlich Adela, die jüngste Tochter. Entgegen aller Verbote begehrt Adela auf und trifft sich heimlich mit Pepe im Stall. Das kann Bernarda Alba nicht dulden. Mit der Flinte in der Hand treibt sie den Eindringling aus dem Haus und Adela in den Selbstmord.

Moral und Sitte ins äußerste Extrem getrieben, pervertieren in ihr Gegenteil, ins Unmenschliche. García Lorcas letztes Stück, geschrieben kurz bevor er 1936 von den Faschisten erschossen wurde, ist eine archaische Tragödie, die eine Brücke zwischen Antike und Andalusien schlägt. „Tod und Liebe tanzen miteinander einen wilden Tanz, der maskierte und der nackte Tod, die maskierte und die nackte Liebe" (Pablo Neruda).

Inszenierung: Anne Lenk

Bühne und Kostüme: Halina Kratochwil

Dramaturgie: Oliver Brunner

Bernarda Alba: Martha Rudolf

María Josefa, Bernardas Mutter: Christel Peschke

Angustias, Bernardas Tochter, 39 Jahre: Ute Fiedler

Magdalena, Bernardas Tochter, 30 Jahre: Judith Bohle

Martirio, Bernardas Tochter, 24 Jahre: Olga Nasfeter

Adela, Bernardas Tochter, 20 Jahre: Helene Blechinger

La Poncia, Magd: Eva Maria Keller

Magd: Elna Lindgens

Weitere Termine:

Sa 20.04.13 · Di 23.04.13 · Do 25.04.13 · Fr 03.05.13 · Mi 08.05.13 · Fr 24.05.13 · Do 30.05.13 · Sa 01.06.13 · Fr 07.06.13 · Sa 15.06.13

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