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Eröffnungspremieren der Spielzeit im Theater Konstanz

am 25. und 26. September 2026

Eröffnet wird die Spielzeit 2026/2027 mit zwei Stücken, deren Themen nicht aktueller sein könnten:

© Theater Konstanz

am Freitag, 25. September 2026, um 20:00 Uhr, Theater Konstanz (Spielstätte Stadttheater, Konzilstraße 11):
Garland von Svenja Viola Bungarten
Amerika liegt heute in Mittelsachsen. Genauer gesagt: bei Penig. Die Landschaft ist ausgedörrt, die Erde verbrannt, die Zukunft wirkt wie eine ferne Erinnerung. In dieser flirrenden Hitze kämpft Dorothee Sturm unbeirrbar für die Rettung der Welt. Nur hat sie ein Problem: Das Unglück scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Als die Farm von Em und Henri in Flammen aufgeht, gerät ausgerechnet sie unter Verdacht. Während Polizist Gus Brandt mit leerem Tank im Nirgendwo festsitzt, sucht ihn sein Bruder Salvatore, Filmemacher, Fernfahrer und unermüdlicher Träumer. Gleichzeitig versucht die völlig überarbeitete Radiomoderatorin Lorna Luft in ihrer Sendung „Hot Times“ den Überblick zu behalten. Und irgendwo zwischen Tankstelle, Straße und Fata Morgana taucht plötzlich Judy Garland auf und singt von Sehnsucht, Verlust und Hoffnung.

 Mit „Garland“ verbindet Svenja Viola Bungarten Endzeitgeschichte, Roadmovie und eine liebevoll verdrehte Hommage an „Der Zauberer von Oz“. Entstanden ist ein ebenso kluger wie verspielter Theaterabend, der die großen Fragen unserer Gegenwart mit Humor, Musik und skurrilen Figuren erzählt. Zwischen absurden Begegnungen, leisen Momenten und überraschenden Wendungen entsteht eine Geschichte über Menschen, die sich ihre Menschlichkeit auch dann bewahren, wenn die Welt um sie herum aus den Fugen gerät. Ein Abend, der berührt, zum Lachen bringt und lange nachklingen kann.

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 „Verbranntes Land“

am Samstag, 26. September 2026, um 20:00 Uhr Theater Konstanz (Spielstätte Werkstatt, Inselgasse 2)!
Verbranntes Land von Eve Leigh, Deutsch von Henning Bochert

 Eireni, introvertierte Pfarrerstochter aus der Provinz, trifft auf Anna, die auf dem Dach eines besetzten Hauses eine Sauna aus Europaletten baut. Ihre erste Begegnung: auf der Straße, nachdem Eireni in eine Blutlache getreten ist. Es ist Sommer und die beiden verlieben sich ineinander. Gleichzeitig werden in ihrer Stadt Menschen erschossen oder verschwinden spurlos. Ein senegalesischer Schneider, ein türkischstämmiger Ladenbesitzer und sein Sohn. Jeden Tag scheint die Gefahr zu wachsen, doch  die Polizei unternimmt nichts gegen die rassistisch motivierten Straftaten, kärchert nur das Blut weg und beschuldigt die Mafia. Anna und Eireni wollen dieser Untätigkeit etwas entgegensetzen und fassen den Plan, im Sommerlager einer völkischen Bewegung selbst zu ermitteln. Dabei versuchen sie, weder sich selbst noch ihre Gefühle füreinander zu verraten. Doch der Druck steigt  und je weiter sie sich in den inneren Zirkel dieser Bewegung vorwagen, desto realer wird die Gefahr. Was braucht es wirklich, um dem Faschismus entgegenzutreten?

 Eve Leigh vereint in diesem mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten Stück politischen Widerstand mit einer queeren Coming-of-Age-Liebesgeschichte. Rebekka Bangerter ist Regisseurin und Performerin. Sie arbeitet zum ersten Mal am Theater Konstanz  und zum zweiten Mal mit einem Text von Eve Leigh. In ihren Arbeiten verwebt sie gerne unterschiedliche Realitätsebenen wie Mythologie, Wissenschaft, Historie und persönliche Realität und hinterfragt damit unsere Wahrnehmung der Realität.

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