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Düsseldorfer Schauspielhaus: "Dantons Tod" von Georg Büchner

21.11.2009

Premiere 28.11.2009, 19.30 uhr, Großes Haus

Fünf Jahre nach dem Sturm auf die Bastille ist die Französische Revolution am Höhepunkt einer Phase angekommen, die als Terreur, als Schreckensherrschaft, in die Geschichte einging.

Zwei ihrer Protagonisten, Robespierre und Danton, sind zu Feinden geworden über der Frage, ob der Staatsterror als »Offenbarung der Tugend« (Robespierre) zu rechtfertigen ist. Danton unterliegt und wird zusammen mit seinen Anhängern vom Revolutionstribunal auf die Guillotine geschickt.

Vierzig Jahre später seziert der 21-jährige Medizinstudent und polizeilich bespitzelte Staatsfeind Georg Büchner in Darmstadt das Material der glorreichen Französischen Revolution. Er erhofft sich Gewissheiten über den Lauf der Geschichte und die Rolle, die ein einzelner Mensch darin spielen kann oder muss. Das Stück, das daraus entsteht, „Dantons Tod“, ist alles andere als revolutionäre Propaganda. Im grimmigen Humor und den dunkel funkelnden Sätzen seines Titelhelden spiegelt es Büchners eigene Angst vor Repression und Tod und ist darüber hinaus die anatomische Darstellung einer Revolution, in der individueller Glücksanspruch und Gesellschaftsvertrag in Konkurrenz geraten. Seiner Zeit weit voraus, wurde es erst 1902 uraufgeführt.

Inszenierung Peter Eschberg

Bühne Hans Hoffer

Kostüme Zwinki Jeannée

Musik Henning Beckmann

Dramaturgie Stephan Wetzel

Mit Miguel Abrantes Ostrowski, Robert Joseph Bartl, Guntram Brattia, Marie-Therese Futterknecht, Rainer Galke, Petra Kalkutschke, Michael Lucke, Katrin Röver, Wolfram Rupperti, Janina Sachau, Götz Schulte u. a.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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