In der WALKÜRE, dem ersten Tag des Bühnenfestspiels DER RING DES NIBELUNGEN, richtet Wagner den Blick auf die Generation von Wotans Nachkommen: Auf das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde, die nach vielen Jahren der Trennung schicksalhaft aufeinandertreffen und sich ineinander verlieben. Und auf die Walküren, Brünnhilde und ihre acht Schwestern, deren Aufgabe es ist, die im Kampf gefallenen Helden nach Walhall zu bringen. Als Wotans Ehefrau Fricka von dem inzestuösen Verhältnis von Siegmund und Sieglinde erfährt, fordert sie von Wotan, dem ein Ende zu setzen. Also befiehlt Wotan seiner Lieblingstochter Brünnhilde, Siegmund im Kampf gegen dessen Rivalen Hunding zu stürzen. Brünnhilde aber beschützt Siegmund entgegen Wotans Befehl. Zur Strafe versetzt Wotan Brünnhilde in einen tiefen Schlaf und entzündet einen Feuerkreis um sie, den nur ein Furchtloser durchschreiten kann …
Mit der WALKÜRE erreichte Wagners Musiksprache eine neue Stufe seiner Kunst. In riesigen deklamatorischen Passagen werden die Protagonist*innen psychologisch komplex entwickelt. Gleichzeitig erweckt die Musik Empathie für die inneren Konflikte der Figuren und verleiht ihren Gefühlen Ausdruck. Nicht zuletzt ist DIE WALKÜRE der Teil der Tetralogie mit den meisten Hits: Der „Walkürenritt“, Siegmunds „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ und „Wotans Abschied und Feuerzauber“ erfreuen sich auch jenseits der Opernbühne großer Beliebtheit. Auch DIE WALKÜRE gelangte am 26. Juni 1870 im Münchner Nationaltheater unter viel Jubel zur Uraufführung.
Regisseur Paul-Georg Dittrich zeigt DIE WALKÜRE als intensives psychologisches Kammerspiel, das uns Wotans Experiment an dessen Kindern vor Augen führt. Musikalisch wird Wagners Partitur wiederum von Dirigent Marc Albrecht zum Leben erweckt.
Erster Tag des Bühnenfestspiels DER RING DES NIBELUNGEN
Libretto vom Komponisten
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung Marc Albrecht
Inszenierung Paul-Georg Dittrich
Bühne Pia Dederichs / Lena Schmid
Kostüme Mona Ulrich
Licht Andreas Grüter
Video Robi Voigt
Videoassistenz Caroline Weyers
Dramaturgie Svenja Gottsmann
Siegmund Daniel Johansson
Hunding Tijl Faveyts
Wotan Jordan Shanahan
Sieglinde Astrid Kessler
Brünnhilde Trine Møller
Fricka Bettina Ranch
Helmwige Emily Hindrichs
Gerhilde Kristi Anna Isene
Ortlinde Claudia Rohrbach
Waltraute Regina Richter
Siegrune Alicia Grünwald
Roßweiße Johanna Thomsen
Grimgerde Tina Drole
Schwertleite Adriana Bastidas-Gamboa
Orchester Gürzenich-Orchester Köln


