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DIE SCHWARZE SPINNE von Jeremias Gotthelf im Stadttheater Konstanz

08.02.2006

Premiere: Mittwoch, 15. Februar 2006 um 20 Uhr

Bühnenfassung von Erich Sidler

Inszenierung: Erich Sidler – Bühnenbild und Kostüme: Wolf Gutjahr – Mit: Margot Gödrös, Saskia Petzold, Nina Schopka; Johannes Maximilian Klama, Georg Melich, Georg Mitterstieler, Heimo Scheurer, Johannes Schmidt, David Tobias Schneider, Hans Helmut Straub

Irgendwo zwischen naher Zukunft und junger Vergangenheit trifft sich eine Restgesellschaft, um sich eine Geschichte zu erzählen: Im mittelalterlichen Emmental verlangt ein wüster deutscher Ritter von den ansässigen Bauern innerhalb eines Monats einen Schattengang aus 100 ausgewachsenen Buchen für sein Schloss, sonst würden sie es mit „Gut und Blut“ büßen.

Niedergeschlagen beraten sie, wie in so kurzer Zeit die Aufgabe zu erfüllen sei, ohne dabei die Arbeit auf dem Feld zu vernachlässigen. Da taucht ein „Grüner Jäger“ auf, der Hilfe verspricht. Er will die Arbeit für sie erledigen – aber: Er will zum Lohn ein ungetauftes Kind. Entsetzt flüchten die Männer. Einzig Christine, eine Lindauerin, behält die Nerven und versucht, den Teufel zu überlisten. Er solle zunächst den Schattengang bauen; wenn dann ein Kind käme, so denkt sie, brauche man dem Jäger das Kind ja nicht mehr zu geben. Mit einem Kuss besiegeln sie den Teufelspakt. Als aber der Betrug auffliegt, beginnt ihre Wange zu schmerzen: es wächst in ihrem Gesicht langsam eine schwarze Spinne heran. Eine verheerende Spinnenplage bricht aus und befällt erst das Vieh und dann die Menschen...

Jeremias Gotthelf hat eine Geschichte erfunden, die alles hat, was einen guten Hollywood-Film ausmacht: Eine trügerische Idylle, den Teufel, Verführung, Erotik, Tod und Verdammnis. Und natürlich die Hoffnung des Guten, dem man zurufen möchte „Möge die Macht mit dir sein.“

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