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"Deutschstunde" von Siegried Lenz im Theaer Aachen

Premiere am 19. März, 19.30 Uhr, Bühne. -----

Es ist nur ein leeres Blatt Papier, aber alleine schon die ironische Behauptung des Malers Max Nansen, es sei ein »unsichtbares Bild«, lässt den Dorfpolizisten Jens Ole Jepsen gegen jeden gesunden Menschenverstand tätig werden: Er hat von den Nationalsozialisten nun einmal den Auftrag erhalten, Nansens »entartete« Kunst zu beschlagnahmen, und für ihn haben Pflichterfüllung und Gehorsam oberste Priorität – mit fatalen Folgen.

Und wiederum ist es ein leeres Blatt Papier, das die Geschichte von neuem aufrollt. Jepsens Sohn Siggi, der Jahre später in einer Jugendstrafanstalt einsitzt, weil er Nansens Bilder hatte retten wollen, beginnt die Geschichte der Vätergeneration aufzuschreiben.

Siegfried Lenz’ Roman »Deutschstunde« wurde mit seinen minutiösen Beobachtungen unreflektierter Autoritätsgläubigkeit in den 70er Jahren zum Inbegriff von Geschichtsverarbeitung, jetzt ist er für die Bühne entdeckt worden.

Inszenierung Bernadette Sonnenbichler

Bühne Norbert Bellen

Kostüme Tanja Kramberger

Dramaturgie Harald Wolff

Musik Malcolm Kemp

Mit Rainer Krause, Simon Rußig, Hannes Schumacher, Luana Bellinghausen, Karsten Meyer

Aufführungen

19. | 26. März 2016

03. | 09. | 15. | 27. April 2016

13. | 19. Mai 2016

19. Juni 2016

08. Juli 2016

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