Beim nächtlichen Versuch nämlich, aus Eves Zimmer zu fliehen, deren Verlobter Ruprecht die Tür aufbrach, während Adam gerade dabei war, sich an Eve zu vergreifen. Nun sind alle Beteiligten im Gerichtssaal versammelt, und damit nicht ans Licht kommt, was ans Licht kommen muss, baut Adam mithilfe von Lügen, Falschbehauptungen und Einschüchterungen einen hohen Schutzwall um sich, der jedoch nach und nach zu bröckeln beginnt.
Heinrich von Kleists Stück aus dem Jahr 1808 verhandelt sexualisierte Gewalt und interessengeleitete Wahrheitsfindung und zeigt dabei patriarchale Strukturen auf, die die Aufklärung dieser Gewaltfälle nicht nur erschweren, sondern aktiv zu verhindern versuchen. Für das Badische Staatstheater schreibt die preisgekrönte Theaterautorin Maria Milisavljević einen neuen Ausgang, der die Kontinuitäten dieser männerbündischen und misogynen Strukturen bis in unsere Gegenwart aufzeigt und den Versuch eines utopischen Gegenentwurfs wagt.
Besetzung
| Walter, Gerichtsrätin | Rebecca Seidel |
| Adam, Dorfrichter | Jannek Petri |
| Licht, Schreiber | Fabian Kulp |
| Frau Marthe Rull | Claudia Hübschmann |
| Eve, ihre Tochter | Emma Suthe |
| Ruprecht Tümpel | Nikita Buldyrski |
| Frau Brigitte | Geraldine Rummel |
| Regie | Brit Bartkowiak |
| Bühne | Hella Prokoph |
| Kostüme | Isabell Wibbeke |
| Musik | Valentin Hebel |
| Licht | Maximilian Decker |
| Dramaturgie | Sarah Charlotte Becker |
| Vermittlung | Benedict Kömpf-Albrecht |
Diese Produktion wird am 18.7.2026 zum letzten Mal in dieser Spielzeit aufgeführt.


