So erschufen die Autoren die berühmte Figur der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg, die nicht umsonst den Vornamen Marie-Therèse trägt, und übertrugen ihr die beherrschende Rolle in der 1911 uraufgeführten Oper DER ROSENKAVALIER.
Allein die Feldmarschallin weiß, dass alles der Zeit und der Vergänglichkeit unterliegt. „Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen.“ Weder Octavian, der bald schon verflossene Liebhaber, kann diesen Gedanken folgen, noch der ungehobelte Vetter Baron Ochs, dessen skrupellose Anbahnung einer Heirat mit der jungen Sophie die Feldmarschallin souverän durch Intrige verhindert. Zu deren Protagonisten macht sie Octavian, der nicht nur als Rosenkavalier den zeremoniellen Heiratsantrag an Sophie überbringt, sondern auch als Zofe Mariandl dem Baron ordentlich den Kopf verdreht. Da Strauss den Octavian als „Hosenrolle“ für Mezzosopran geschrieben hat, erleben wir eine Frau, die einen Mann spielt, der eine Frau spielt.
Ganz ausdrücklich nehmen Strauss und Hofmannsthal hier auf Mozarts LE NOZZE DI FIGARO Bezug und entfalten am Beginn des 20. Jahrhunderts ein beeindruckendes Lebens- und Seelenpanorama in einem imaginierten 18. Jahrhundert, mit Kunstsprache und berückenden Klangeffekten aus der meisterhaften Strauss’schen Moderne. Sogar die Walzer passen perfekt, obwohl sie gar nicht in die geschilderte Zeit gehören. So verschieben sich die Zeitebenen in dieser wie verzauberten Oper, die davon erzählt, dass sich zwar nichts festhalten, aber möglicherweise alles zum Guten lenken lässt.
Die musikalische Leitung der großen Eröffnungsproduktion im Opernhaus übernimmt Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada. Erstmals in Köln inszeniert die prominente französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole, die international sowohl Filme als auch Opern inszeniert und einen frischen Blick auf Strauss’ und Hofmannsthals berühmtes Meisterwerk wirft.
Komödie für Musik
Dichtung von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische LeitungAndrés Orozco-Estrada / Felix Bender
Inszenierung & Videokonzept Marie-Ève Signeyrole
Bühne Fabien Teigné
Kostüme Yashi
Mitarbeit Kostüm Renè Neumann
Co-Videodesign / Künstlerische Mitarbeit Video Céline Baril
Licht Sascha Zauner
Chorleitung Rustam Samedov
Dramaturgie Sandra Pocceschi
Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
Magdalena Hinterdobler / Ann-Beth Solvang
Der Baron Ochs auf Lerchenau
- Patrick Zielke /Martin Summer
Octavian
- Bianca Andrew
Herr von Faninal
- Christian Miedl / KS Miljenko Turk
Sophie
- Giulia Montanari / Elsa Benoit
Jungfer Marianne Leitmetzerin
- Claudia Rohrbach
Valzacchi
- Martin Koch
Annina
- KS Dalia Schaechter
Ein Polizeikommissar / Notar
- Lucas Singer
Der Haushofmeister der Marschallin / Ein Wirt
- Paweł Brożek / Michael Smallwood
Der Haushofmeister bei Faninal
- Wesley Harrison
Ein Sänger
- Young Woo Kim / Dmitry Ivanchey
Eine Modistin
- Alina König Rannenberg
Drei adelige Waisen
- Kristi Anna Isene /
- Martina Sigl /
- Jing Yang
Ein Tierhändler
- Armando Elizondo
Lakaien der Marschallin / Vier Kellner
- Artjom Korotkov /
- Won Min Lee /
- Sinhu Kim /
- Josua Guss
Ein Hausknecht
- Nicolas Boulanger
Statisterie
- Statisterie der Oper Köln
Chor
- Chor der Oper Köln
Kinderchor
- Knaben und Mädchen der Kölner Dommusik
Orchester
- Gürzenich-Orchester Köln


