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"Der Prozess" nach dem Roman von Franz Kafka, Theater Pforzheim

Premiere 20. Februar 2009, 20 Uhr, Podium

 

Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.

Am Morgen seines dreißigsten Geburtstages wird Josef K., Prokurist einer Bank, plötzlich verhaftet. Er erfährt weder den Grund dieser Verhaftung, noch die Art des Vorwurfs oder der Anklage. Gleichwohl wird er nicht ins Gefängnis geworfen, sondern darf seiner Arbeit in der Bank weiter nachgehen. Für den Sonntag wird er dann in ein abgelegenes, labyrinthartiges Wohnhaus in einer schäbigen Vorstadt bestellt, in dem sich überraschenderweise ein Gerichtssaal befindet, in dem vor seltsamem Publikum eine Verhandlung stattfindet. Aber einerlei ob er schweigt oder was immer er fragt oder vorbringt, Josef K. erhält keinen Aufschluss über seinen Fall, die Anklage gegen ihn.

 

So irrt K. durch eine immer verwirrendere, immer unwirklicher werdende Realität auf der Suche nach seinem Richter. Welches Gesetz gilt für ihn, da doch das Gesetz über allem zu stehen scheint. Josef K. ist Angeklagter in einem Prozess, der nie stattfindet, und er ist zum Tode verurteil, ohne je seinen Richter gesehen, von dem Gesetz gehört zu haben. Rätselhafte Männer wie der Onkel und der Advokat kreuzen seinen Weg, interessante Frauen wie die Zimmernachbarin Fräulein Bürstner und die zärtliche Leni mit der Schwimmhaut zwischen den Fingern begegnen ihm. Zuletzt aber der Tod...

 

Franz Kafka (1883-1924) war 1912 seiner großen Liebe Felice Bauer begegnet, mit der ihn bis 1917 eine on-off-Beziehung verband. Nach der zweiten Entlobung begann er die Niederschrift seines Romans „Der Prozess“, in der eine von Schuldgefühlen und Unschuldsbewusstsein bedrängte Lebenssicht eine surreale Wirklichkeit erzeugt, die noch heute von beklemmender Aktualität spricht.

 

Inszenierung: Martin Kammer

Bühne/Kostüme: Jessika Salms

Puppen: Raphael Mührle

 

Besetzung:

Joseph K.: Jens Peter

Alle Damen: Meike Anna Stock

Alle anderen Herren: Martin Schwartengräber

 

Vorstellungstermine:

Samstag, 21. Februar 2009, 20.00 Uhr

Sonntag, 22. Februar 2009, 20.00 Uhr

Donnerstag, 26. Februar 2009, 20.00 Uhr

Freitag, 27. Februar 2009, 20.00 Uhr

Samstag, 28. Februar 2009, 20.00 Uhr

Donnerstag, 5. März 2009, 20.00 Uhr

Freitag, 6. März 2009, 20.00 Uhr

Samstag, 7. März 2009, 20.00 Uhr

Sonntag, 8. März 2009, 20.00 Uhr

Freitag, 13. März 2009, 20.00 Uhr

Samstag, 14. März 2009, 20.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

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