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„Der eingebildet Kranke“

17.11.2007

Am 24. November 2007 kommt eine der berühmtesten Charakterkomödien Molières auf die Bühne des Landestheaters Detmold

Argan fühlt sich gerade nicht so gut. Eigentlich nie. Ständig stimmt etwas nicht, er fürchtet, sein Ende naht, aber die einzigen, die darauf eingehen und ihn verstehen, sind seine Ärzte.

Die Ehefrau scheint interessiert an den Krankheiten, aber Töchterchen Angelique hat sich in diesen Cléante verliebt und will partout nicht begreifen, wie wichtig es ist, dass sie einen Arzt heiratet. Denn schon vor den Zeiten von Praxisgebühr und Eigenbeteiligung war Kranksein - oder zumindest Behandeltwerden - teuer. Sich da auf das von Bruder und Dienerin vorgeschlagene Experiment einzulassen, so zu tun, als sei er wirklich tot, empfindet Argan als äußerst riskant: Was, wenn er dabei stirbt?

Die Angst des Menschen vor seiner Vergänglichkeit und alle damit verbundenen Schwächen hat Molière schon vor fast vierhundert Jahren in „Der eingebildet Kranke“ erkannt und mit gnadenlosem Humor durchleuchtet.

Marcus Everding (Inszenierung)

Katja Schindowski (Bühne und Kostüme)

Dr. Christian Katzschmann (Dramaturgie)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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