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"Demian" - Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend von Hermann Hesse - Bühnen Bern

Mi 08.04.2026 19:30 Vidmar 2

02.04.2026

Der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse be­fand sich in einer Lebenskrise, als er 1917 in einem drei­wöchigen Schreibrausch Demian verfasste und unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlichte. Dieser beschreibt darin sein Erwachsenwerden: Er erfährt Demütigungen, sprengt die Grenzen seines strengen Elternhauses, durch­lebt Alkoholexzesse, verklärt eine erste Liebe und findet sich schliesslich in einem Lazarett des Ersten Weltkrieges wieder.

© Yoshiko Kusano

An seiner Seite taucht immer wieder der ältere Schüler Demian auf, der ihn in seinen Fragen nach einer Verbindung von Gut und Böse und auf der Suche nach seinem eigenen Ich leitet und unterstützt. Denn beide wis­sen: Es steht der Zusammenbruch Europas bevor, und seine Wiedergeburt braucht neue Werte.

«Letzten Endes sah auch diese Jugend nur klar, was sie nicht wollte: die tiefe innere Verlogenheit dieser alten untergangsreifen Gesellschaftskultur», schreibt die Rezen­sentin Lulu von Strauss und Torney 1922. Mit zunehmen­dem Erfolg seiner «Geschichte einer Jugend» sah Hesse sich gezwungen, das Pseudonym zu lüften, das er ge­wählt hatte, «um die Jugend nicht durch den bekannten Namen eines alten Onkels abzuschrecken», und der er trotzdem aus der Seele gesprochen hatte. Nach Nimm die Alpen weg inszeniert der Schweizer Schauspieler und Regisseur Marin Blülle zum zweiten Mal in Bern.

Regie Marin Blülle 
Austattung Louis Panizza 
Musik Oh No Noh (Markus Rom) 
Licht Reto Dietrich 
Dramaturgie Krystian Podwórny 

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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