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„Das Opferfest“, Schauspiel von Ibrahim Amir, Stadttheater Gießen

Premiere am Samstag, 2. Mai 2026, 19:30 Uhr | Großes Haus

Ein warmer Sommerabend. Rashid und Sara wollen im Garten ihres Reihenhauses mit ihren drei erwachsenen Kindern das Opferfest feiern. Getrübt wird die Stimmung schnell: Sohn Walid, mit der Vehemenz eines 20-Jährigen gesegnet, findet, sein Vater sei ein „halbherziger Freizeit-Moslem“. Umgekehrt nervt es Rashid, dass sein Jüngster zwar ständig den Koran zitiert, es mit den Bemühungen um eine Lehrstelle aber weniger genau nimmt.

© Christian Schuller

Als der älteste Sohn Hasan zwar mit Kind, aber ohne seine Frau dazukommt, findet er seine Ehe-Pause und die Beschneidung seines Sohnes schnell von der halben Familie verhandelt. Damit nicht genug, will Tochter Ranya allen ihren neuen Freund vorstellen: Maximilian – hölzern, humorlos, altklug. Und dann mischt sich auch noch Nachbar Jörg ein, der aus der NS-Vergangenheit seiner Familie kühne Parallelen zu heutigen Fluchtbiografien zieht.

Mit waghalsigem Humor, Mut zum Klischee und ohne Scheu vor Blasphemie findet der Autor Ibrahim Amir die Zutaten für die perfekte Familienkomödie: Guter Wille, unausgesprochene Vorwürfe und Grundsatzdiskussionen theatralen Ausmaßes. Und: einige kluge Überlegungen zu der Frage, wer was sagen darf.

Mit arabischen Übertiteln

Regie Tanju Girişken
Bühne Turgut Kocaman
Kostüme Lisa Chiara Kohler
Musik Hans Könnecke
Dramaturgie Tim Kahn

Mit Ben Janssen, Levent Kelleli, Max Koltai, Roman Kurtz, Izabella Radić, Pascal Thomas, Carolin
Weber
 

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