Carmen will nicht fremdbestimmt und schon gar nicht im aufwirbelnden Sand vor der Stierarena von Don José gerettet werden, selbst der Tod ist ihr da lieber: Sie will über ihr Leben selbst entscheiden. In der äußerst populär gewordenen Habanera, Carmens leidenschaftlicher Auftrittsarie, zeichnet sie ein Bild von sich: „Die Liebe ist ein widerspenstiger Vogel, den keiner zähmen kann.“ Ihr unbeugsamer Freiheitsdrang ist ihre DNA.
Georges Bizets Partitur, gespickt mit eingängigen Melodien, mit charakteristischen Instrumenten wie Kastagnetten und Tamburin und mitreißenden Rhythmen und einer Anreihung von spanischen Tänzen, strotzt vor Schmiss, Wucht und Leidenschaft. Lebensfreude und Tanz, aber auch Schmerz und schließlich der Tod liegen da nahe beieinander. Das janusköpfige Thema von Angst und Faszination bestimmt die Temperatur in dieser Oper und wirkt übrigens in einer Vielzahl an Verwandten Carmens in späteren Opernfiguren weiter.
Oper in drei Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper MériméeIn französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung (kostenlos) 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller
- Musikalische Leitung Lorenzo Passerini
- Inszenierung Nadja Loschky
- Bühnenbild Etienne Pluss
- Kostüme Irina Spreckelmeyer
- Licht Fabio Antoci
- Choreografie Thomas Wilhelm
- Chor Jonathan Becker
- Kinderchor Claudia Sebastian-Bertsch
- Dramaturgie Yvonne Gebauer, Benedikt Stampfli
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Kinderchor der Semperoper Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
Carmen Eve-Maud Hubeaux
- Don José Attilio Glaser
- Micaëla Galina Cheplakova
- Escamillo Krzysztof Bączyk
- Zuniga Vladyslav Buialskyi
- Moralès Anton Beliaev
- Frasquita Jasmin Delfs
- Mercédès Nicole Chirka
- Dancaïro Simeon Esper
- Remendado Jin Yu
- Alter Ego Don José Lasse Myhr


