Gedrückt von Gewissensbissen will Basilius den Orakelspruch jedoch auf die Probe stellen: Er lässt Sigismund betäuben und im Schloss als König erwachen. Sigismund bestätigt den Spruch der Sterne, indem er seinem Zorn freien Lauf lässt. Als er später im Turmgefängnis wieder erwacht, scheint das soeben Erlebte nur ein Traum gewesen zu sein. Oder ist nicht sogar das ganze Leben nichts als Traum?
GEGENREFORMATION Pedro Calderón de la Barca (1600 – 1681) gehört zu den prominentesten Vertretern des spanischen Barockzeitalters. Sein Werk ist wesentlich geprägt vom Geist der Gegenreformation: Das Weltbild der Jesuiten bildet die Grundlage aller seiner Werke, in denen nicht das zeitlich begrenzte Leben, sondern Fragen nach der „Conditio humana“, der Ewigkeit und Vergänglichkeit die entscheidenden Bezugspunkte sind.
SCHEIN UND SEIN In der Kunst des Barockzeitalters werden immer wieder zwei große Themen aufgegriffen, die auch in Calderóns Das Leben ein Traum (1635) von überragender Bedeutung sind: Vergänglichkeit (Vanitas) und die Vorstellung der Welt als Bühne, also das Scheinhafte allen irdischen Lebens. Schein und Sein wird dem Menschen bei Calderón zum existentiellen Problem, bei dem ihm nur der Tod als Ausgang aus dieser Welt zur Hilfe kommt.
Regie & BühnePeter Oberdorf
Kostüme & BühneKatharina Raif
MIT
Joachim Vollrath (Basilius, König von Polen)
Julian Ricker (Sigismund, sein Sohn)
Paul Behrens (Astolfo, Herzog von Moskau)
Reinhard Peer (Clotaldo, Sigismunds Erzieher)
Katharina Schmirl (Rosaura)
Tabea Günther (Estrella, königliche Prinzessin)
Stefan Sieh (Clarin, Rosauras Diener)
Stefan Merten (Wächter, Diener, Soldat)


