Einer dieser Menschen ist Peter Munk. Als Köhler fristet er ein finsteres Dasein, wohnt noch bei seiner Mutter, steht auf den Dorffesten neben der Tanzfläche, weil er nicht tanzen kann, und: Er hat kein Geld. Bis er von einem Waldgeist hört, der jedem drei Wünsche erfüllt, der an einem Sonntag zwischen 11 und 14 Uhr geboren wurde. Von nun an kann Peter tanzen und hat Geld – doch das verliert er wieder. Daraufhin begibt er sich zu Waldgeist Nr. 2, dem Holländer-Michel. Dieser bietet den wirklich großen Profit, fordert dafür aber sehr viel: sein Herz. Hauffs Märchen ist eine Kritik an der damals herrschenden ökonomischen Situation und ihrem Einfluss auf das menschliche Wesen. Doch wie sieht das kalte Herz heute aus – in einer globalisierten Welt? Welche menschlichen Folgen hat die politische Ökonomie, in der wir leben?
Regie: Meret Matter / Bühne & Kostüme: Serge Nyfeler / Mitarbeit Kostüme: Maia Gogishvili
Musik: Sibylle Aeberli / Dramaturgie: Viola Hasselberg, Arved Schultze /
Mit: Anna Böger, Bettina Grahs, Uta Krause; André Benndorff, Gabriel von Berlepsch, Jens Bohnsack, Thomas Mehlhorn

