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ARTE zeigt Premiere von Verdis "Nabucco" live aus dem Opernhaus Zürich

am Sonntag, den 23. Juni 2019 ab 19 Uhr

Giuseppe Verdis „Nabucco“ beschließt die Spielzeit 2018/19 des Opernhauses Zürich. Im Rahmen des digitalen Opernangebots Saison ARTE Opera zeigt der europäische Kulturkanal ARTE die Premiere von Verdis Meisterwerk über Liebe, Eifersucht, Hass und Wahnsinn ab 19.00 Uhr live und erstmals in sechs Sprachen untertitelt. Nach dem Livestream ist die Aufführung für drei weitere Monate unter arte.tv/opera abrufbar.

„Nabucco“ aus dem Zürcher Opernhaus ist die dreizehnte Oper, die ARTE im Rahmen des Onlineangebots Saison ARTE Opera überträgt: Intendant Andreas Homoki erzählt die packende Geschichte über die Rivalität der babylonischen Halbgeschwister Fenena und Abigaille, sowie über den Wahnsinn und die Heilung des Babylonierkönigs Nabucco. Michael Volle gibt als größenwahnsinniger Nabucco sein Rollendebüt,  Anna Smirnova ist als machtbesessene Abigaille zu sehen, Georg Zeppenfeld ist Zaccaria. Veronica Simeoni und Benjamin Bernheim, ebenfalls debütierend, sind das Liebespaar Fenena und Ismaele. Generalmusikdirektor Fabio Luisi dirigiert die Philharmonia Zürich. Mit „Nabucco“ stellt ARTE seinen Usern erstmals eine Operninszenierung live in sechs Sprachen (deutsch, französisch, englisch, italienisch, spanisch und polnisch) zur Verfügung. Damit bringt ARTE 70 Prozent des europäischen Publikums in den Genuss, die europäische Opernvielfalt in ihrer Muttersprache zu erleben.

Der berühmte Gefangenenchor, „Va, pensiero, sull’ali dorate“, gilt als Herzstück von Giuseppe Verdis Nabucco: Die Hebräer, deren Tempelstadt Jerusalem von den Babyloniern zerstört wurde, beklagen ihr Schicksal. Sie sind gefangen im babylonischen Exil und der Willkür des sich maßlos überschätzenden Königs Nabucco ausgeliefert. Vor dem Hintergrund dieses babylonisch-hebräischen Konflikts aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert entfaltet Verdi das Drama individueller Schicksale, etwa das von Abigaille, einer unglücklich Liebenden, die sich zunächst für die Tochter Nabuccos hält, dann aber erfahren muss, dass sie von einer Sklavin abstammt. Mit ihr schuf Verdi eine Opernheldin, die früh im Opernschaffen des italienischen Komponisten die ganze Individualität und psychologische Zerrissenheit eines starken Verdi-Charakters offenbart. Nicht weniger faszinierend ist der Charakter Nabuccos, der sich vom größenwahnsinnigen Unterdrücker des hebräischen Volks zum Anhänger Jehovas wandelt. Aus einer tiefen Lebenskrise heraus – nach dem Tod seiner ersten Frau und seiner beiden Kinder sowie dem Misserfolg seiner vorherigen Oper „Un giorno di regno“ – fand Verdi über die Nabucco-Komposition zu seiner eigenen musikdramatischen Sprache und wurde bei der Uraufführung 1842 an der Mailänder Scala dafür gefeiert. Generalmusikdirektor Fabio Luisi dirigiert die Premierenserie dieser Oper. Den unerhörten Anforderungen der Partie Abigailles stellt sich die Sopranistin Anna Smirnova, der Bariton Michael Volle ist als Nabucco zu erleben.

Inszenierung :
        Andreas Homoki
    Dirigent/-in :
        Fabio Luisi
    Orchester :
        Philharmonia Zürich
    Chor :
        Chor der Oper Zürich
    Bühnenbild / Ausstattung / Bauten :
        Wolfgang Gussmann
    Kostüme :
        Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
    Dramaturgie :
        Fabio Dietsche
    Land :
        Deutschland
    Jahr :
        2019

Mit :
        Michael Volle (Nabucco)
        Georg Zeppenfeld (Zaccaria)
        Benjamin Bernheim (Ismaele)
        Anna Smirnova (Abigaille)
        Veronica Simeoni (Fenena)
        Stanislav Vorobyov (Der Oberpriester des Baal )
        Omer Kobiljak (Abdallo)
        Anja Jeruc (Anna)
  

Das Bild zeigt Giuseppe Verdi

In Zusammenarbeit mit 22 hochrangigen Opernhäusern aus 14 Ländern stellt ARTE seit September 2018 eine eigens kurartierte europäische Opernspielzeit unter arte.tv/opera zur Verfügung, die im Oktober dieses Jahres mit „Turandot“ aus dem Liceu in Barcelona in die zweite Saison starten wird. Bei den gezeigten Inszenierungen handelt es sich stets um Neuproduktionen, die den Nutzern des Angebots untertitelt in sechs Sprachen zur Verfügung gestellt werden.

Alle Infos zum aktuellen Programm der Saison ARTE Opera: arte.tv/opera
 

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