Dabei ignorieren wir die Mechanismen von Unterdrückung und Ausbeutung - von uns selbst und anderen. Angesichts dessen sind Opiate ein Sinnbild für die Betäubung von schmerzhaften Emotionen und Wahrheiten, die uns in ihrer Intensität überwältigen würden: Wut, Verlangen, Scham, Trauer. Sie unterdrücken aber auch den Mut für Veränderung, die Möglichkeit von Befreiung und die Vorstellungskraft, die Menschheit außerhalb von Gewalt zu denken.
Luana Rossettis Choreografie konfrontiert uns mit der übermächtigen Kraft von Abhängigkeiten in unserer Koexistenz mit anderen. In einer physisch expressiven und kathartischen Reise begeben sich fünf Tänzer*innen in den immerwährenden Aufprall zwischen Fügung und Freiheitswillen, zwischen unterdrückten Emotionen und Ekstase, zwischen Kontrolle, Hingabe und Widerstand. Es ist eine Reise in psychologische Landschaften auf der Suche nach der Möglichkeit des Loslassens: von dem, was uns belastet; von dem, was wir nicht ändern können; und von dem, was Veränderung bisher unmöglich macht.
Empfohlen wird der Besuch der Vorstellung ab 16 Jahren
Konzept, Texte & Choreografie Luana Rossetti
Musik Mo Heidrich
Bühne & Kostüm Lukas Noll
Dramaturgie Caroline Rohmer
Choreografische Assistenz und Abendspielleitung Beatrice Panero
Produktionsassistenz Julia Rilling
Ausstattungsassistenz Eliana Beltrán Palacio
Von und mit Emma Jane Howley, Pin-Chen Hsu, Árnika Krasznai, Alexandre Nodari, Salvatore Piramide,
Rose Marie Lindstrøm*, Jeff Pham*, Anne Rowe* (* Springer*in)
Weitere Vorstellungen am 28.1., 7.2., 25.2.
Am 7.2. mit Physical Introduction um 19:00 Uhr und Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung


