Statt wie geplant bei Tagesanbruch zurück zu sein, um mit seiner Frau den 8. Geburtstag ihres Sohnes zu feiern, landet Peter in Haft – wo er seine Jugendliebe, den Musiker Ilya, wiedertrifft. Erst viele Jahre später wird Peter seinen inzwischen 16-jährigen Sohn wiedersehen – und ein letzter Verrat folgen …
In Pidor und der Wolf bildet die Geschichte von Prokofjews berühmtem Musikmärchen die Folie, um die schmerzhaft-aktuelle Geschichte der Verfolgung queerer Menschen in Tschetschenien seit 2017 als düster-auswegloses und doch poetisches Märchen zu erzählen. Aus der Sicht des achtjährigen Sohnes entfaltet sich ein gewaltvolles Machtsystem, das jegliche Abweichung perfide bestraft und aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
Regisseurin Jessica Weisskirchen, dem Dortmunder Publikum durch ihre Inszenierungen Woyzeck und Queens bekannt, zeigt in ihrer Uraufführungsinszenierung von Pidor und der Wolf eine entmenschlichte Gesellschaft, in der niemand vor den Beschädigungen der psychischen und physischen Gewalt verschont bleibt und doch Momente emotionaler Verbindung und dunkler Schönheit die Utopie einer anderen Welt aufscheinen lassen. Sie inszeniert u. a. am Volkstheater München, am Staatstheater Darmstadt, am Staatstheater Hannover und am Deutschen Theater Berlin.
Regie Jessica Samantha Starr Weisskirchen
Ausstattung Wanda Traub
Choreografie Hannes-Michael Bronczkowski
Musik Chiara Strickland
Dramaturgie Sabrina Toyen
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak
Licht/ Video Stefan Gimbel
Ton Gürkan Erdogan
Regieassistenz Jasmin Johann
Bühnenbildassistenz Constanze Kriester
Kostümassistenz Soraya Ouderhm
Inspizienz Monika Gies-Hasmann
Soufflage Fiona Holl
Sprechtraining Sybille Krobs-Rotter
Peter Luis Quintana
Wolf Lukas Beeler
Peters Frau Antje Prust
Peters Sohn Viet Anh Alexander Tran
Ilya Ekkehard Freye
Peters Sohn (Kind) Leonie Schraven, Malik Aybey, Josua Rieger
Cellist Tobias Sykora
Wolfschor Assiba Akoho, Umut Can-Cansit, Jörg Karweick, Billa Malz, Sylvia Reusse, Christian Scheid, Alexander Siemens, Roman von Götz
Weitere Vorstellungen sind am 1. und 6. Februar, 21. Februar, 1. und 14. März 2026 im Schauspielhaus Dortmund, Hiltropwall 15. Karten sind erhältlich im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, telefonisch unter 0231/50 27222 sowie online unter www.theaterdo.de. Die Preise liegen zwischen 12 und 39 Euro.


