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Uraufführung: „Pidor und der Wolf“ von Sam Max am Schauspiel Dortmund

Premiere am 31. Januar 2026 um 19:30 Uhr

27.01.2026

Peter, ein erwachsener Mann, verlässt spät abends das Haus der Familie. Nicht ohne zu zögern, aber magnetisch angezogen von der Stadt, wo ein Mann ihn erwartet. Doch das Sexdate erweist sich als Falle: Dieser Wolf spürt mit perfidem Geschick queere Personen auf, um sie der homophoben Regierung auszuliefern.

© Birgit Hupfeld

Statt wie geplant bei Tagesanbruch zurück zu sein, um mit seiner Frau den 8. Geburtstag ihres Sohnes zu feiern, landet Peter in Haft – wo er seine Jugendliebe, den Musiker Ilya, wiedertrifft. Erst viele Jahre später wird Peter seinen inzwischen 16-jährigen Sohn wiedersehen – und ein letzter Verrat folgen …

In Pidor und der Wolf bildet die Geschichte von Prokofjews berühmtem Musikmärchen die Folie, um die schmerzhaft-aktuelle Geschichte der Verfolgung queerer Menschen in Tschetschenien seit 2017 als düster-auswegloses und doch poetisches Märchen zu erzählen. Aus der Sicht des achtjährigen Sohnes entfaltet sich ein gewaltvolles Machtsystem, das jegliche Abweichung perfide bestraft und aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Regisseurin Jessica Weisskirchen, dem Dortmunder Publikum durch ihre  Inszenierungen Woyzeck und Queens bekannt, zeigt in ihrer Uraufführungsinszenierung von Pidor und der Wolf eine entmenschlichte Gesellschaft, in der niemand vor den Beschädigungen der psychischen und physischen Gewalt verschont bleibt und doch Momente emotionaler Verbindung und dunkler Schönheit die Utopie einer anderen Welt aufscheinen lassen. Sie inszeniert u. a. am Volkstheater München, am Staatstheater Darmstadt, am Staatstheater Hannover und am Deutschen Theater Berlin.

Regie Jessica Samantha Starr Weisskirchen 
Ausstattung Wanda Traub 
Choreografie Hannes-Michael Bronczkowski 
Musik Chiara Strickland 
Dramaturgie Sabrina Toyen 
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak 
Licht/ Video Stefan Gimbel 
Ton Gürkan Erdogan 
Regieassistenz Jasmin Johann 
Bühnenbildassistenz Constanze Kriester 
Kostümassistenz Soraya Ouderhm 
Inspizienz Monika Gies-Hasmann 
Soufflage Fiona Holl 
Sprechtraining Sybille Krobs-Rotter

Peter Luis Quintana 
Wolf Lukas Beeler 
Peters Frau Antje Prust 
Peters Sohn Viet Anh Alexander Tran 
Ilya Ekkehard Freye 
Peters Sohn (Kind) Leonie Schraven, Malik Aybey, Josua Rieger 
Cellist Tobias Sykora 
 Wolfschor Assiba Akoho, Umut Can-Cansit, Jörg Karweick, Billa Malz, Sylvia Reusse, Christian Scheid, Alexander Siemens, Roman von Götz

Weitere Vorstellungen sind am 1. und 6. Februar, 21. Februar, 1. und 14. März 2026 im Schauspielhaus Dortmund, Hiltropwall 15. Karten sind erhältlich im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, telefonisch unter 0231/50 27222 sowie online unter www.theaterdo.de. Die Preise liegen zwischen 12 und 39 Euro.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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