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Uraufführung: "Phädras Ehre" von Agnese Grieco nach Euripides, Seneca und Ovid - Kleist Forum Frankfurt (Oder)

Premiere 19. September 2025, 19:30 Uhr, Kleist Forum, Hinterbühne

14.09.2025

Wer ist Phädra? Wir kennen sie. Oder auch nicht. Sie ist keine Heroine wie Antigone oder Kassandra. Auch keine Sünderin und keine alternde, schmachtende Stiefmutter. Eine verliebte, unheilbringende, intellektuelle Selbstmörderin und Mörderin. Eine Dark Lady, die den Geliebten in den Tod schickt. Alles findet in Phädras Denkraum statt.

© Luna Zscharnt, Sophie Rois

Sie ist das Gegenteil von Ödipus. Sie weiß schon alles über sich. Der schöne, misogyne Prinz. Der Sohn der Amazone und jungfräulicher Bastard im Palast des Theseus ist das Objekt ihres Verlangens. Ein Frauenhasser? Ein Verweigerer? Ein Deserteur? Projektionsfläche. Metapher patriarchaler Macht – doch eine Sünde wert. In der Antike wird Phädra als Frau auf einer Schaukel dargestellt. Ewig schaukelt Phädra in der Leere. Zwischen Ehre und Scham. Wissen und Wahn.    

Sophie Rois und Campbell Caspary sprechen alte Texte

Regie: Agnese Grieco
Bühne / Kostüme: Susanne Dieringer
Eine Produktion des Kleist Forums


                        

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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