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"Unsere kleine Stadt" von Thornton Wilder im Schiller-Theater Rudolstadt

Premiere am 19.09.2026, Rudolstadt, Großes Haus

Eine amerikanische Kleinstadt um 1900. Jeder kennt jeden, das Leben folgt festen Rhythmen aus Arbeit, Schule und Mahlzeiten. In schlichten Häusern mit gepflegten Vorgärten wohnen die Familien Gibbs und Webb. Ihre Kinder Emily und George wachsen Tür an Tür auf. Aus Vertrautheit wird Zuneigung, aus Nähe Liebe.

© Anke Neugebauer

Was ihnen alltäglich erscheint, wird zum Lebensweg: Die Jahre vergehen, fast unmerklich – bis zur Hochzeit. Für das große Glück der beiden bleibt wenig Zeit. Erst im Nachhinein erkennt Emily, wie kostbar die kleinen unscheinbaren Augenblicke waren: ein Morgenlicht, ein Gespräch, ein beiläufiger Blick. Für einen einzigen Tag darf die Verstorbene zurückkehren ins Reich der Lebenden. Doch die Rückkehr macht ihr schmerzlich bewusst, wie selten Menschen begreifen, was Leben bedeutet, während sie es leben.

Das anti-illusionistische Stück des Amerikaners Thornton Wilder, in Princeton 1938 uraufgeführt, gehört zu den wichtigsten Dramen des 20. Jahrhunderts. Es erzählt neben der Liebesgeschichte ebenso die Geschichte einer Kleinstadt. Wie ein begeisterter Fremdenführer verbindet ein Spielleiter darin Privates mit Kosmischem, Gegenwart mit Vergangenheit und Zukunft. Aus dem unauffälligen Örtchen wird mehr und mehr ein Spiegel der Welt. Wilder untersucht die Frage, was Menschen miteinander verbindet und was sie trennt. Welche Aufmerksamkeit haben die Bewohner für die stille Würde und die Sensationen des Alltags? Oder bleiben ihnen die wesentlichen Dinge ihres Daseins schlicht verborgen? In Rudolstadt kommt »Our Town« aus Anlass des Stadtjubiläums nun zum ersten Mal auf die Bühne.

Rudolstadt. Eine Kleinstadt, zwei Familien, ein paar Nachbarn – mehr braucht Thornton Wilder nicht, um eine ganze Welt auf die Bühne zu bringen. In „Unsere kleine Stadt“ dient das Leben einer kleinen Gemeinschaft als Spiegel für die Frage, was Menschen untereinander verbindet. 

 Die Produktion wird anlässlich des 1250-jährigen Stadtjubiläums Rudolstadts aufgeführt.

Deutsch von Barbara Christ

Regie: Herbert Olschok
Bühne und Kostüme: Sabine Pommerening
Musikalische Einstudierung: Thomas Voigt
Dramaturgie: Oliver Mörchel

Mit: Thomas Maximilian Held, Markus Seidensticker, Verena Blankenburg, Rayk Gaida, Franka Anne Kahl, Franz Gnauck, Johanna Greff, Moritz Mensching, Klaudia Raabe, Laura Bettinger, Aron Torka, Michael Goralczyk, Johannes Arpe, Jakob Köhn, Beate Burkia, Katrin Strocka

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