Der Großteil unseres Körpers und der Erde besteht aus Wasser – einem Element, das gleichermaßen Lebenselixier wie knappes Gut ist. Iván Pérez, der künstlerische Leiter des Dance Theatre Heidelberg, widmet sich in seinem neuesten Tanzstück der facettenreichen Beziehung zwischen Mensch und Wasser. In einer choreografischen Reise taucht er tief in die physische und emotionale Kraft dieses Elements ein und stellt grundlegende Fragen: Wer sind wir in Bezug auf das Wasser? Welche Verbindungen prägen unser Sein mit diesem essenziellen Bestandteil des Lebens? Und wie können Gewässer – im Englischen treffend als »Bodies of Water« bezeichnet – Inspiration für Tanz und Choreografie sein?
Ein künstlerisches Team aus vertrauten Mitwirkenden bringt diese Vision zur Vollendung: Der Komponist Rutger Zuydervelt erschafft eine vielschichtige Klanglandschaft, Bühnenbildnerin Yoko Seyama gestaltet eine visuelle Welt und Naomi Kean ein fließendes Kostümdesign.
Für Iván Pérez, den künstlerischen Leiter des Dance Theatre Heidelberg, und seine Compagnie, die das Theater mit dem Intendanzwechsel zur Spielzeit 2026/27 verlassen werden, ist es zugleich die letzte große Tanzpremiere am Theater und Orchester Heidelberg.
Iván Pérez: Rückblick auf seine Zeit als künstlerischer Leiter und seine prägenden Werke
Nachdem Holger Schultze mit Beginn seiner Intendanz 2011 die Tanzsparte an das Theater und Orchester Heidelberg zurückholte und damit Nanine Linning und ihrer Dance Company eine Bühne gab, folgte im September 2018 Iván Pérez als künstlerischer Leiter des Dance Theatre Heidelberg. Er hat in dieser Zeit nicht nur zahlreiche abendfüllende Tanzstücke auf die Bühne gebracht, sondern auch neue choreografische Stimmen gefördert und eine Heidelberger Gemeinschaft rund um den Tanz gefestigt. Diese Förderung von Austausch und die Frage, wie Individuen ein Kollektiv bilden, die sein kreatives Schöpfen begleiten, stehen auch bei »Bodies of Water« im Mittelpunkt.
Mit Werken wie »Avatars and Antiheroes« (2021), »Reality and the Cosmos« (2023), »Silk« (2024) und »Pollock« (2024) feierten Peréz und seine Compagnie große Erfolge. Choreografische Freiheit lässt Pérez seinem Ensemble im Rahmen von Produktionen wie »Freiraum«, in denen die Tänzer*innen des Dance Theatre Heidelberg eigene Choreografien präsentieren.
Charakteristisch für Peréz ist zudem seine wiederkehrende Zusammenarbeit mit anderen Sparten des Theaters und Orchesters Heidelberg. In Kooperation mit dem Schauspiel feierte 2022 seine Version von »Waiting for the Barbarians« Premiere. Ebenfalls 2022 wurde »Island« in Zusammenarbeit mit dem Opernchor des Theaters und Orchesters Heidelberg inszeniert. Zum Ende der Spielzeit 2025/26 wird es im Rahmen der Schlossfestspiele eine letzte solche Kooperation geben. Mit »Das hässliche Entlein« kommt erstmals eine gemeinsame Produktion mit dem Jungen Theater zustande.
»Bodies of Water« als Grand Finale einer Ära
»Bodies of Water« soll Iván Pérez‘ großes Finale am Theater und Orchester Heidelberg werden. Das Stück trägt seine typische choreografische Handschrift und lässt sich stilistisch in die Reihe erfolgreicher Inszenierungen vergangener Spielzeiten einordnen. Ein letztes Mal kommt ein künstlerisches Team aus vertrauten Mitwirkenden in Heidelberg zusammen. Der Komponist Rutger Zuydervelt, mit dem Pérez bereits für »Exhausting Space« (2019) zusammenarbeitete, erschafft eine vielschichtige Klanglandschaft. Bühnenbildnerin Yoko Seyama, die bereits an »Silk« (2023) mitwirkte, gestaltet die visuelle Bühnenwelt und Naomi Kean, zuletzt an »Pollock« (2024) beteiligt, entwirft ein fließendes Kostümdesign.
Im Rahmen von theater+ finden wieder ausgewählte Vorstellungen mit Audiodeskription in deutscher Sprache statt.
Choreografie und Regie
Iván Pérez
Musik
Rutger Zuydervelt
Bühne
Yoko Seyama
Kostüme
Naomi Kean
Lichtdesign
Ralph Schanz
Choreografische Assistenz und Probenleitung Choreografische Assistenz und Probenleitung
Jorge Soler Bastida
Dramaturgie
Natalie Broschat
Künstlerische Produktionsleitung
Natalie Broschat Adrián Castelló
Tanzpädagogik
Gaëlle Morello
Mit
Inés Belda Nácher Jochem Eerdekens Joan Ferré Gómez Marc Galvez Polina Kliuchnikova Yi-Wei Lo Lucía Nieto Vera Kuan-Ying Su Ana Torre Adrien Ursulet
Hospitantinnen
Rose Brouwer Aleksandra Vucheva


