In den Räumen der Schauburg, im Muffatwerk, im Theater HochX, im Schwere Reiter und im Kulturzentrum Luise erleben Kinder und Eltern, ältere Menschen und junge Erwachsene die Magie der Bewegung.
Das Programm ist so vielfältig wie hochkarätig: Da darf auch mehrdeutig geschwindelt werden, wie in „Wie das flunkert" von Piyawat Louilarpprasert und Daniella Strasfogel. Das Stück ist der Schauburg-Beitrag zur diesjährigen Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater (Mai 2026) und nun auch bei THINK BIG! im Programm.
In Alfredo Zinolas „POSTO" finden drei große Bälle und drei Tänzer*innen ihren eigenen Platz, in „BOXED“ (Wired Studio) erlebt das Publikum als Teil einer Skulptur, wie das Phänomen Gesellschaft zustande kommt, und in „Beyond" (Compagnie Circumstances) überwinden sechs energiegeladene Performer*innen zusammen ebenso geschickt wie poetisch alle Hindernisse. Ceren Oran ist mit zwei Stücken vertreten: „Rond au Carré“ ist ihre erste Produktion für Babys und ihre Eltern, während ihr Tanztheater „Gute Wut" so virtuos wie humorvoll ein allseits bekanntes großes Gefühl in den Mittelpunkt rückt. Constantin Trommlitz lädt in „Tie Break" zu einem urbanen Tanz-Battle an und fragt: Wann wird die Challenge zum Moment der Befreiung? Janne Gregor bringt in „Ich kann‘s nicht lassen" den Krump von Afrika über Los Angeles nach München: eine Tanzkultur des Aufbegehrens, bei der das Publikum nicht stillsitzen muss. Kate McIntosh stellt in der immersiven Performance „Lake Life" Seh- und Bewegungsgewohnheiten auf den Kopf und führt ihre Gäste in noch nie dagewesene Räume.
Die französische Gruppe par terre /Anne Ngyuen Dance Company präsentiert den Tänzer Willy Kazzama, der in „Superstrat" urbanen Hip-Hop mit afrikanischen Tanz-Traditionen verwebt. Léonard Engel erzählt in „Muffensausen" vom Lampenfieber und von der Aufregung, sich in unbekannte Situationen zu begeben, während Regina Rossi in ihrem interaktiven Quartett „Du bist dran" das Publikum entscheiden lässt, welche Spielregeln gelten. Virtuos übersetzen Miller di Nobili in „Main character lost" inneres Chaos in Tanz: Was bleibt von dir übrig, wenn alle etwas von dir wollen? Die Münchner Choreografin Anna Konjetzky rüttelt mit dem getanzten Rap „sound on!" an Ungerechtigkeiten und entwirft eine Collage des feministischen Protests. Fang Yun Lo (Polymer DMT) schließt mit „Als ich in deinem Alter war" zum Festivalende den Kreis zwischen den Generationen und lässt Kinder und ihre Großeltern ins Gespräch kommen: Wovon habt ihr geträumt, als ihr so alt wart wie wir heute?
Die Fachtagung „Geteilte Bühne – Partizipation in Bewegung" für Tanzschaffende, Pädagog:innen, Kulturvermitler:innen und Interessierte beleuchtet, wie Partizipation in der choreografischen Praxis aktuell stattfindet. Gespräche rund um die Vorstellungen, Workshops für Kinder, Familien und junge Erwachsene sowie Konzerte ergänzen das Programm.
Alle Infos: www.thinkbigfestival.de


