Namhafte Künstler*innen bereichern das diesjährige Programm: Julian Hetzel eröffnet das Festival mit «Three Times Left is Right» (u.a. eingeladen zum Berliner Theatertreffen). Und auf der Grossen Bühne im Theater Basel zeigt Miet Warlop «One
Song» – mit ihrer performativen Installation im belgischen Pavillon begeistert sie derzeit die Besuchenden der Biennale in Venedig. Ausserdem dabei: Rabih Mroué & Lina Majdalanie, Michael Turinsky, Katy Baird, Nature Theater of Oklahoma, Susie Wang, Janaina Leite und viele mehr. Insgesamt zeigt das Festival 13 internationale Produktionen sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Publikumsgesprächen, Workshops, Warm-ups, Vermittlungsangeboten und Partys.
FESTIVALZENTRUM
Das Festivalzentrum auf dem Kasernenareal ist die Anlaufstelle für alle Besucher*innen und Interessierten – täglich geöffnet und konsumfrei. Besucher*innen können dort Künstler*innen treffen, lesen, arbeiten, diskutieren oder einfach Zeit verbringen. Zum Programm zählen tägliche Warm-ups, Talks, Aftershows sowie das «Living Festival Archive», ein wachsendes Archiv der Festivalerfahrungen des Publikums. Für das gastronomische Angebot sorgen das Restaurant Du Coeur und Soup’n’Chill.
WATCH & TALK UND VERMITTLUNGSANGEBOTE
Mit «Watch & Talk» lädt das Festival gemeinsam mit Pro Helvetia junge Kunstschaffende aus der Schweiz und dem Ausland ein, das Programm gemeinsam zu erleben und in den Dialog zu treten. Publikumsgespräche, Workshops, Audiodeskriptionen, Early Boarding sowie Angebote für Schulklassen und Gruppen erweitern den Festivalbesuch für alle Interessierten.
KOOPERATIONEN
Am 29. August veranstaltet das Theaterfestival gemeinsam mit Kunsttage Basel, Kunstmuseum Basel und Museum Tinguely den «Super Saturday» mit Performances, Konzerten, Happenings und einer grossen Afterparty. Am 5. September folgt mit dem «Ultra Social Club» ein Happening zwischen sozialer Intervention, Party und kollektivem Experiment.
«ZAHL WAS DU KANNST»
Besucher*innen können frei aus verschiedenen Preiskategorien wählen. Für Kinder und Jugendliche gilt ein reduzierter Ticketpreis von 10 Franken. Der Vorverkauf startet ab sofort über die Webseite des Theaterfestival Basel.
Statement der Künstlerischen Leitung:
«Das Theaterfestival Basel schafft in einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung Räume, in denen wir gemeinsam erleben, diskutieren, streiten und feiern können. Das diesjährige Programm ist körperlich, musikalisch, politisch und emotional. Es
versammelt internationales Theater, das unsere Gegenwart befragt und künstlerische Erlebnisse ermöglicht – in der Stadt und auf dem Land.»
Das Programm
Den Festivalauftakt gestaltet der in den Niederlanden produzierende Regisseur Julian Hetzel mit «Three Times Left is Right». In dieser kontrovers diskutierten «Dokufiktion» treffen ein ehemaliger linker Intellektueller und eine Publizistin der Neuen Rechten als Liebespaar aufeinander. Mit schwarzem Humor und kalkuliertem Spiel entfaltet sich ein
intimer Schlagabtausch über Ideologien, Nähe und gesellschaftliche Brüche.
Mit «Izithukuthuku – Die zerrissene Seele des Arbeiters» bringt Vusi Mdoyi gemeinsam mit VAP und Phala Ookeditse Phala einen hochenergetischen Tanztheaterabend nach Basel. Pantsula trifft auf traditionelle südafrikanische Tänze und erzählt von Protest, Arbeit und den Widersprüchen moderner urbaner Lebensrealitäten.
Press Kit inkl. Bilder Nabil Al-Raee & Unavezenlavida präsentieren mit «Trapped in Hope» eine dokumentarische Performance über das Leben unter Besatzung. Ausgehend von seiner eigenen Biografie reflektiert Nabil Al Raee über Hoffnung, Gewalt und die Realität des palästinensischen Volkes – und versteht Theater als Raum für Begegnung und Austausch.
Die belgische Künstlerin Miet Warlop verwandelt in «One Song» die Grosse Bühne vom Theater Basel in eine Arena zwischen Konzert, Ausdauerakt und Ritual. Zwölf Performer*innen spielen und singen ein einziges Lied bis zur totalen Verausgabung – ein euphorisches Spektakel über Gemeinschaft, Wiederholung und körperliche Grenzerfahrungen.
Mit «Matters of Rhythm» untersucht Rita Mazza, wie Klang sichtbar werden kann. Ausgehend von Gebärdensprache und Visual Sign Choreography entsteht gemeinsam mit Lichtdesignerin Hanna Kritten Tangsoo eine poetische Performance über Bewegung, Wahrnehmung und Rhythmus.
Die brasilianische Regisseurin Janaina Leite widmet sich in «Historia do Olho» der Beziehung zwischen Pornografie und Theater. In einer freien Adaption von Georges Batailles Skandalnovelle «Das obszöne Werk » entsteht gemeinsam mit 15
Performer*innen ein Abend über Sexualität, Macht, Queerness und Intimität.
Mit «Souvenirshop» präsentieren Bronks & not standing/ Alexander Vantournhout eine verblüffende Tanz- und Theaterarbeit für junges Publikum. Aus Hoodies, Jacken und Accessoires entsteht eine fantasievolle Choreografie zwischen Akrobatik, Objekttheater und visueller Magie.
Die britische Performancekünstlerin Katy Baird zeigt mit «Get Off» einen radikal ehrlichen Abend über Konsum, Sehnsucht und Selbstermächtigung. Zwischen Techno, Humor und autobiografischem Material hinterfragt die Performance unsere Suche nach Befriedigung und Zugehörigkeit.
Das legendäre New Yorker Nature Theater of Oklahoma gastiert mit «Pizza oder eine Tür in der Dunkelheit tanzt nicht» in Dornach. Aus einer scheinbar banalen Pizzaparty entwickelt sich eine hypnotische Kammeroper zwischen Dada, Alltagsgespräch und existenzieller Verunsicherung.
Mit «Teenage Songbook of Love and Sex» bringen Ásrún Magnúsdóttir und Alexander Roberts Jugendliche aus Reykjavík und Basel gemeinsam auf die Bühne. In eigenen Songs erzählen sie von Liebe, Herzschmerz, Identität und Sehnsucht – roh, direkt und voller Ausdruckslust.
Die norwegische Performancegruppe Susie Wang zeigt mit «Heavy Breathers» eine groteske und zugleich existenzielle Auseinandersetzung mit Geburt, Körperlichkeit und Kontrollverlust. Zwischen Yoga-Studio, Horrorfilm und Komödie entsteht ein Theatererlebnis an der Grenze zum Leben.
Rabih Mroué und Lina Majdalanie untersuchen in «Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2» die politische Dimension von Musik. Ausgangspunkt ist Chopins berühmter Trauermarsch, der weltweit bei Beerdigungen ideologisch gegensätzlicher
Persönlichkeiten gespielt wird. Daraus entwickelt sich ein kluger Abend über Musik, Macht und politische Vereinnahmung.
Mit «Work Body» schafft Michael Turinsky eine radikale Performance über Arbeit, Behinderung und Männlichkeit. Zwischen Tanz, Agitation und poetischer Entschleunigung hinterfragt er dominante Körperbilder und entwickelt einen Gegenentwurf zur kapitalistischen Logik von Leistung und Verwertung.
Der Ticketverkauf hat via Webseite theaterfestival.ch gestartet.
Alle Infos: theaterfestival.ch
Theaterfestival Basel 2026
Vom 25. August bis 6. September 2026
Vom 25. August bis zum 6. September 2026 findet in Basel, im Baselbiet und in Solothurn das Theaterfestival Basel statt. Während dreizehn Tagen bespielen internationale Künstler*innen die Kaserne Basel, das Theater Basel, das ROXY Birsfelden, das junge theater basel, das Vorstadttheater Basel, das Neues Theater Dornach, den Palazzo Liestal, das Kulturforum Laufen und das Marabu Gelterkinden mit Theater, Tanz, Performance und Musiktheater.


