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Theater im Stasiknast - Antigone in Bautzen

Das Theater spiuelt wieder in der Gedenkstätte Bautzen "Antigone in Bautzen". Am 1. März, 19.30 Uhr sowie am 8. März, 14.30 und 19.30 Uhr können die Zuschauer ein Trainingscamp für Freiheitsdrang hautnah im Gang des Zellentracktes erleben.

Die Antigone des Sophokles wird mit den Erinnerungen von ehemaligen DDR-Dissidenten verknüpft. Zu Antigone, der todessehnsüchtigen Widerstands-Figur gesellen sich der Sänger einer DDR-Punkband, der von der Politisierung einer Jugendszene erzählt oder der ehemalige Bautzen II-Häftling, der die Haft der Ausreise nach Westdeutschland vorzieht. Kreon, der übermütige Herrscher, der für die neue Staatsordnung selbst göttliches Gesetz bricht, wird zum Vorfahren des vormundschaftlichen Staates, der alles für "negativ-feindlich" hält, was er nicht kontrollieren kann.

Doch "Antigone in Bautzen" ist nicht nur ein Theaterprojekt, das an einem historischen Ort von Diktatur und Dissidenz erzählt. Es ist auch ein Stück über den Ort Bautzen, über das Erinnern zwanzig Jahre nach der "friedlichen Revolution" und über die Frage, wie wir heute "Freiheit" buchstabieren.

Regie: Martin Kreidt a.G.; Bühnenbild: Stefan Rändel a.G. Kostüme:

Katharina Lorenz a.G.

Darsteller: Anna-Maria Brankatschk, Maria Schubert, Rainer Gruß, Benjamin

Kneser, Marcus Staiger, Michael Lorenz a.G. und Nai Wen Chang a.G

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